Steuerungskreis Industriepolitik:

Bürgermeister und Senatoren diskutieren mit Sozialpartnern die Berliner Industriepolitik

  • 30.11.2017
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Auf Anregung der IG Metall traf sich der Steuerungskreis Industriepolitik diesmal bei Osram in Spandau – mit gleich zwei Bürgermeistern und vier Senatorinnen. Berliners Regierender Bürgermeister Müller kritisiert erneut Siemens-Management.

Auf einem Rundgang durch das Werk in Spandau erläuterte Stefan Kampmann, Technikvorstand bei Osram, den gut 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Berliner Steuerungskreises Industriepolitik die zukünftige Ausrichtung Osrams als innovativer Lichtkonzern. Die Runde war prominent besetzt:  Neben den Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern waren der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), seine Stellvertreterin und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen Berlin), Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke), die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Sandra Scheeres (SPD), Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) sowie die Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther.  Der Arbeitskreis ließ sich die neue Technologie am Standort erklären.

Berlin wird besonders profitieren: Schließlich haben der Gesamtbetriebsrat, die Geschäftsführung und die IG Metall eine Vereinbarung geschlossen, nach der Osram Berlin zu einem Schwerpunkt für die Entwicklung neuer Technologien machen will.  Im Anschluss diskutierte der Steuerungskreis die zukünftigen Mobilitätskonzepte und die Flächennutzung in Berlin. „Berlin braucht Flächen für Wohnraum, aber ebenso auch genügend Flächen für Industrienutzung, damit wir vor Ort Wertschöpfung erzielen und Arbeitsplätze schaffen können“, sagte Klaus Abel, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin.

Eingangs hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller noch einmal sehr deutlich sein Befremden über die Pläne der Siemens-Geschäftsführung geäußert, ganze Standorte schließen und tausende Beschäftigte auf die Straße setzen zu wollen. Müller sagte, er erwarte, dass das Siemens-Management mit den Ministerpräsidenten der betroffenen Bundesländer Alternativen zu den Entlassungen entwickeln werde.


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