Für faire Arbeitsplätze bei Knorr-Bremse:

Gute Belegschaften – starkes Zeichen

  • 17.03.2017
  • ab
  • Aktuelles, Bildergalerie

Los ging es mit einem langen Autokorso der Kolleginnen und Kollegen von KB Powertech in Tegel zum KB-Werk in Marzahn. Dort wartete schon die Schicht von Hasse & Wrede, um geschlossen die Arbeit niederzulegen und vor die Werkstore zu ziehen. Dann demonstrierten die beiden Belegschaften gemeinsam: für gute Arbeit und einen sozialpartnerschaftlichen Umgang – und gegen die dreisten Lohnklau- und Schließungspläne von Knorr-Bremse-Management und -Inhaber.

Die weiteteste Anreise hatte der Betriebsrat  von t-drive. Die Kollegen waren aus der Nähe von Duisburg nach Berlin gereist, um ein Zeichen zu setzen: Dass nun Schluss ist mit den unverschämten Ansagen und Forderungen der Konzernspitze von Knorr-Bremse. Aber auch aus dem Berliner Abgeordnetenhaus waren Vertreter nach Marzahn gekommen, aus der Bezirkspolitik sowie Metallerinnen und Metaller vom Aufzugshersteller  OTIS, von MAN oder von ABCB. Und allem voran der mit roten IG Metall-Fähnchen geschmückte Autokorso im Berliner Freitagsverkehr: Gut 50 PKW, drinnen die kolleginnen und Kollegen von KB Powertech, die hupend durch Berlin fuhren.   

Gut 250 Menschen standen für die Kundgebung draußen - und machten lautstark dem drinnen tagenden Aufsichtsrat klar, dass sie nicht einverstanden sind mit den Plänen eines Managements, das Sozialpartnerschaft und Mitbestimmung nicht gelten lassen und Belegschaften nicht beteiligen will. "Das ist ein sehr starkes Zeichen von  Euch hier am Knorr-Standort in Berlin", sagt Klaus Abel, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin. "Dafür danke ich allen, die hier stehen."

Und weiter: "Angesichts der immensen Profite, die Konzernchef Deller und Inhaber Thiele machen, gibt es kein Argument, Hasse & Wrede in Berlin dichtzumachen und Euch die Arbeitsplätze zu stehlen. Und auch nicht, dass Ihr einen ganzen Tag länger arbeiten sollt, ohne dass die da oben das zahlen wollen. Das ist Lohnklau", sagte Klaus Abel.  Das unterstützte auch Uwe Brockhausen (SPD), der Wirtschaftsstadtrat aus Reinickendorf: "Wir haben kein Verständnis für dieses Management", sagte er. "Wir wollen hier gut bezahlte Arbeitsplätze. Es lohnt sich dafür zu kämpfen, das haben die Kollegen bei MAN gerade erst gezeigt."  Die Belegschaft dort hat es geschafft, betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern und den Standort Berlin zukunftsfähig zu machen.

Die Belegschaften zeigten ihren Unmut auch angesichts des Knorr-Bremse Inhabers Heinz-Hermann Thiele, der als Multimilliardär Hass & Wrede schließen und damit vielen Dutzend Berliner Familien ihre Lebensgrundlage rauben will. Und der von jedem Einzelnen in der Belegschaft bei KB Powertech sieben Stunden mehr und damit einen ganzen Tag Arbeit pro Woche mehr haben will, ohne einen einzigen Cent mehr zahlen zu wollen. Ein  Betriebsrat von Hasse & Wrede brachte es so auf den Punkt: "Wir Arbeitnehmer haben viele gute Argumente, um den Standort in Berlin zu erhalten", sagte er "Sie haben nur eines im Sinn: Raffgier."


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