Siemens-Alstom

Perspektive für die Beschäftigten

  • 29.09.2017
  • igm
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute, Siemens

Siemens und Alstom fassen ihre Bahnbereiche in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen. Damit wollen sie sich für den schärfer gewordenen globalen Wettbewerb aufstellen. In diesem Sinne bewertet die IG Metall den Zusammenschluss der Bahnsparten von Alstom und Siemens als Chance, fordert aber ein zukunftsweisendes Konzept für die europäischen Standorte.

Mit dem künftigen Gemeinschaftsunternehmen entsteht ein globaler Konzern mit über 62.000 Beschäftigten in mehr als 60 Ländern. In Deutschland beschäftigt Siemens im Bahnbereich aktuell rund 13.500 Menschen, Alstom weitere 3.000. IG Metall und Betriebsräte bewerten die Zusammenlegung der Bahnsparten von Alstom und Siemens als potenzielle Chance und begrüßen die erreichten Perspektiven für die Beschäftigten.

Der Firmensitz und die operative Führung des neuen Unternehmens sollen in Paris angesiedelt sein. Siemens will jedoch als Mehrheitseigner beteiligt bleiben und geht damit auf eine wesentliche Forderung der Arbeitnehmerseite ein. "Zusammenwachsen können keine Firmen, sondern nur die dort tätigen Menschen. Deshalb brauchen die Beschäftigten Sicherheit und Perspektiven", begründet Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandmitglied der IG Metall und Aufsichtsratsmitglied der Siemens AG, die Forderungen der IG Metall. Auch Tarifbindung, Mitbestimmung und Interessenvertretung in den betroffenen Siemens-Betrieben bleiben erhalten.

"Die Arbeitnehmerseite hat im Aufsichtsrat Bedingungen für die Zusammenlegung im Sinne der Beschäftigten durchgesetzt. Der Bereich Mobility inklusive der Signaltechnik bleibt insgesamt Teil des Siemens-Konzerns. Das Abkommen zur Sicherung der Standorte und dem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen wird für mindestens vier Jahre nach Closing übernommen", fasst Birgit Steinborn, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG, zusammen.

Die IG Metall erwartet vom neuen Unternehmen und dem Mehrheitseigentümer Siemens ein zukunftsweisendes Konzept für die Standorte in Europa, das diese langfristig ausrichtet und durch neue Produkte und Investitionen in eine sichere Zukunft führt. "Nur so können Arbeitsplätze gehalten werden und neue entstehen. Wir fordern Investitionen und Innovationen über die reine Bahntechnik hinaus hin zu zukunftsorientierten Mobilitätsprogrammen statt margengetriebener Kostensenkungsprogramme", sagte Jürgen Kerner.


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