Rahmentarifvertrag IT-Dienstleistungen

Unmutskundgebung bei Atos

  • 11.04.2018
  • sust
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Es ist schon fast Tradition. Auch in diesem Jahr verweigert Atos bisher die Übernahme der Tariferhöhung. Am heutigen Mittwoch, den 11. April, einen Tag vor dem letzten Verhandlungstermin innerhalb der Friedenspflicht, haben die Beschäftigen ihren Unmut über dieses Gebaren in Adlershof, am Siemensdamm, in Biesdorf und Leipzig geäußert.

Foto: Jürgen Heinrich / transitfoto.de

Biesdorfer Beschäftigte von Atos setzen ein Zeichen

Atos-Kolleginnen und -Kollegen aus Leipzig

Die Beschäftigten des IT-Dienstleisters Atos haben heute in Berlin und Leipzig ihren Unmut über den erneuten Versuch des Unternehmens gezeigt, die Zahlung der fälligen Tariferhöhung zu vermeiden. An den Berliner Standorten in Adlershof, am Siemensdamm, in Biesdorf sowie in Leipzig demonstrierten die Beschäftigten in der Mittagspause vor dem ihren jeweiligen Gebäuden. Sie sind bereit, die Tariferhöhung ab nächster Woche auch mit Warnstreiks zu erkämpfen.

Am morgigen Donnerstag, den 12. April 2018, ist der letzte Verhandlungstermin mit dem Unternehmen innerhalb der Friedenspflicht. Der Rahmentarifvertrag IT-Dienstleistungen sieht die Weitergabe der Entgelterhöhungen der Metall- und Elektroindustrie vor. An allen Standorten bundesweit gab es in dieser Woche Aktionen, in denen die Beschäftigten das Unternehmen auffordertenum das Unternehmen aufzufordern, am morgigen Donnerstagen ein ernsthaftes Angebot zur Zahlung der Tariferhöhung vorzulegen.

Atos betreibt die IT-Infrastruktur für viele große Unternehmen. Ein großer Teil der Atos-Beschäftigten in Deutschland kommt aus der früheren Siemens-IT. Seit 2013 gilt für Atos der Rahmentarifvertrag IT-Dienstleistungen, der die Zahlung der Entgelterhöhungen der Metall- und Elektroindustrie vorsieht. Nahezu jedes Jahr weigert sich Atos jedoch, trotz guter Geschäftsergebnisse diese Tariferhöhung zu zahlen. Auch in diesem Jahr wurde die Frist, in der sie die  zur Erklärung der Übernahme der Tariferhöhung erklären konnten, auf Bitte des Unternehmens zweimal verschoben. Morgen ist der letzte Tag für eine friedliche Einigung. Die IG Metall bereitet sich derzeit auf Warnstreiks ab der kommenden Woche vor.

 


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