Holz und Kunststoff - Tischlerhandwerk

Die Branchenarbeit für die Holzhandwerke (Tischler, Parkettleger) wird im Handwerksausschuss abgestimmt. Hier eingeschlossen ist die Branchenarbeit der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie.

Tarifsituation Tischlerhandwerk

2013 begannen erstmals seit vielen Jahren Tarifverhandlungen für das Berliner Tischlerhandwerk. Ein erstes Ergebnis auf dem langen Weg der Verhandlungen gab es für die Azubis. Ab 1. September 2014 sind die Ausbildungsvergütungen tariflich geregelt. Es kam zu erheblichen Steigerungen.

Im Frühjahr 2016 war es endlich soweit. Die Tarifparteien vereinbarten einen Manteltarifvertrag, der z.B. Urlaubsdauer, Wochenarbeitszeit, Urlaubsgeld und Sonderzahlungen regelt, sowie einen Entgelttarifvertrag, der neben der Systematik der Entgeltgruppen auch die Höhe der Entgelte enthält.

Ab März 2016 gilt ein tariflicher Ecklohn von 12,20 Euro. Bis 2020 sind jährliche Entgelterhöhungen, eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit und Steigerungen im Urlaubsgeld vereinbart.

Tarifsituation Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie/ Kistenindustrie

Etwas günstiger sieht die Situation in der Holz- und Kistenindustrie aus. Es kam auch hier zu tariflosen Zuständen. Diese wurden jedoch 2008 überwunden. Im Ergebnis gibt es ein gemeinsames Tarifwerk für Berlin und Brandenburg mit jährlichen Verhandlungen zur Erhöhung der Entgelte.

Tarifsituation Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe

Wie im Tischlerhandwerk, jedoch inklusive Berlin, herrschten Tarifverträge mit Christlichen Gewerkschaften vor. Nachdem diese für nichtig befunden wurden, starteten die Tarifverhandlungen mit der IG Metall auf zentraler Ebene.

Im Ergebnis wurden ein Entgelt- und ein Manteltarifvertag vereinbart. Beide Verträge treten am 1. April 2015 in Kraft.


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