Das andere Berlin

Gedenk- und Informationsveranstaltung: Das andere Berlin 1933 - 1945. Widerstand in den Betrieben während der Nazizeit

Die IG Metall, Verwaltungsstelle Berlin, die Gewerkschaft ver.di (Fachbereich Medien, Kunst und Industrie) und die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) gestalteten am 22. Januar 2009 eine sehr gut besuchte gemeinsame Veranstaltung über den opferreichen Widerstand in Berliner Betrieben während der Nazizeit.

Nach der Begrüßung stellten zunächst die Tochter eines Widerstandskämpfers , Dr. Ruth Strohschein, der Historiker Dr. Christoph Hamann vom LISUM Berlin-Brandenburg und der Betriebsratsvorsitzende der Firma Siemens Energy Serviceorganisation, Franz Plich, Widerstandsgruppen in der Firma Ludwig Löwe in der Huttenstraße in Berlin-Moabit, im AEG-Turbinenwerk, ebenfalls Huttenstraße, und im Ullsteinhaus in Berlin -Tempelhof vor.

Der Historiker Dr. Hans-Rainer Sandvoß von der "Gedenkstätte Deutscher Widerstand" berichtete im Anschluß daran sehr informativ über das Ausmaß des Widerstands auch in anderen Berliner Betrieben. Seine Hauptthese: die Arbeiterbewegung hat, trotz brutaler Verfolgung, der nationalsozialistischen Diktatur seit 1933 andauernd Widerstand geleistet. Verglichen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten war der Arbeiterwiderstand der breiteste Widerstand gegen die Hitler Diktatur. Diese Einschätzungen wurden vom Publikum und mehreren Diskutanten/-innen geteilt und illustriert.

Die Historikerin Dr. Annette Neumann informierte über die Betriebszellen der Saefkow-Jacob-Bästlein-Gruppe.

Eine angeregte Diskussion schloss die von allen als sehr wichtig und gut gelungen empfundene Veranstaltung ab.

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Datum: 22.01.2009

 
 
 
 
 
 
 
 
 

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