Warnstreik bei Hach-Lange

Tarifrunde: Arbeitgeber, hört die Signale!

  • 23.01.2018
  • ka
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Rund 150 Beschäftigte von Hach-Lange beteiligten sich am heutigen Warnstreik bei Hach-Lange. Auch eine Delegation vom Autozulieferer APCB war zur Kundgebung gekommen. Und studentische Hilfskräfte der FU Berlin, die gerade ebenfalls für einen Tarifvertrag und ein höheres Entgelt streiken.

Foto: Christian v. Polentz/transitfoto.de

Pünktlich um 13.30 Uhr stellten die Beschäftigten den Arbeitgebern den Wecker und ließen ihn im Königsweg 10 vor Hach-Lange klingeln. „Wir hoffen, dass die Arbeitgeber endlich aufwachen und vom Schneckentempo in den Galopp übergehen, ansonsten stehen ab nächster Woche 24-Stundenstreiks auf dem Spielplan“, sagte Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin unter dem Beifall der 150 Beschäftigten.

Dass sechs Prozent mehr Entgelt und die Forderungen nach flexiblen Arbeitszeitmodellen notwendig und möglich sind, bekräftigte Stephan Möller, Betriebsratsvorsitzender bei Hach-Lange. „Unser Unternehmen verdient prächtig“, sagte er unter dem Beifall der Beschäftigten. „Ich spreche viel mit den Beschäftigten und bei vielen von ihnen ist der Wunsch groß, die Arbeitszeit befristet herunterzuschrauben. Das ist gerade auch für Beschäftigte, die sich eine Reduzierung finanziell nicht leisten können, ein fundamentaler Wunsch“, sagte er.

Von Automobilzulieferer APCB drückte eine Delegation ihre Solidarität aus. Von der FU Berlin war ebenfalls eine Abordnung studentischer Hilfskräfte nach Zehlendorf gekommen. Sie streiken aktuell ebenfalls für mehr Entgelt und einen Tarifvertrag. Sie schilderten Ihre Lage und bekräftigten ihre Solidarität mit den warnstreikenden Kolleginnen und Kollegen.


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