Für den Erhalt von Ledvance in Berlin unterschreiben:

100 Jahre Licht aus Berlin – unser Werk muss erhalten bleiben!

  • 12.03.2018
  • rk
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute

Seit mehr als 100 Jahren produzieren Beschäftigte in Berlin Lampen und Lichtprodukte. Damit soll jetzt Schluss sein: Osram hat die Lampensparte 2016 in das neue Unternehmen LEDVANCE überführt und dieses 2017 an chinesische Investoren verkauft. Statt aber das Geschäft wie versprochen auszubauen, wollen die neuen Inhaber den Berliner Standort nun bis Ende 2018 schließen. Die Beschäftigten wehren sich – mit einer Petition: Schließlich leben mehr als 200 Familien von der Arbeit und den Einkommen, die sie bei Osram bisher sicher verdienen. Hier geht’s zum Unterschreiben!

Schnell fand Osram einen – wie die Geschäftsleitung behauptete – redlichen Käufer. Es handelt sich dabei um drei chinesische Investoren: IDG Capital, Yiwu State-Owned Assets Operation Center (Yiwa) und MLS, der ein Lampenwerk in China betreibt. Die Investoren, sagt die Geschäftsleitung, seien sehr interessiert an Ledvance. Ende Juli 2016 informierte die Geschäftsleitung die Beschäftigten, dass sie den Vorverkauf an die chinesischen Investoren für mehr als 400 Millionen Euro getätigt habe.

Die Geschäftsleitung von Osram lobte den Deal in den höchsten Tönen und betonte, wie gut sie zu Ledvance passen würden. Am 1. März 2017 vollzog Osram den Verkauf. Auch die Bundesregierung stimmte dem Verkauf zu.

Die LEDVANCE GmbH hat fünf Standorte in Deutschland: in Berlin, in Garching (Hauptsitz), in Augsburg und Eichstätt sowie mit der Tochterfirma Radium in Wipperfürth. Erst sah alles ganz gut für die Belegschaften aus, doch dann kam nach gerade einmal sieben Monaten der große Knall: Die Geschäftsleitung verkündete im November in Berlin, dass sie das Werk zum 31.12.18 schließen wolle. Die anderen Standorte sind ebenfalls von Schließung oder von erheblichen Einschnitten betroffen.

Seither kämpft die Belegschaft um den Standort Berlin und um die Arbeitsplätze. Betriebsrat und Beschäftigte haben ein Zukunftskonzept erarbeitet, das sie mit der Geschäftsführung und den Eigentümern verhandeln wollen. Jetzt brauchen sie jede Hilfe, um ihre Verhandlungsposition zu verbessern. Dabei können alle mit Ihrer Unterschrift unterstützen und Berlin als Industriestandort stärken.


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