Weil der Betriebsrat Druck macht:

25 Leiharbeitnehmer*innen bei APCB sind jetzt fest angestellt

  • 09.12.2019
  • Jörn Breiholz
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute

Seit vielen Jahren hat der Betriebsrat das Thema immer wieder auf die Agenda gesetzt. Jetzt hat er es mit seiner Beharrlichkeit durchgesetzt: Seit November 2019 haben 25 ehemalige Leih-Beschäftigte bei APCB einen befristeten Arbeitsvertrag. Sie kommen damit in den Genuss der guten Leistungen des IG Metall-Tarifvertrages.

Langer Atem, bessere Arbeitsbedingungen: 25 Beschätigte bei APCB freuen sich, keine Leihbeschäftigte mehr zu sein

„Das hat uns im Betrieb schon sehr belastet, dass alle die gleiche Arbeit machen und hervorragend arbeiten, aber einige deutlich weniger verdienen, nur weil sie Leihbeschäftigte sind.“ So beschreibt Soner Sinac, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, die Stimmung bei APCB bis vor kurzem.

Nun haben 25 Kolleginnen und Kollegen, die bei ABCB teilweise schon seit  Jahren als Leiharbeitnehmer*innen Instrumententafeln, Konsolen und Ablagen für dei Autoindustrie produzieren, den Status Leiharbeit endlich verlassen. Für zunächst vier Jahre sind sie jetzt bei APCB angestellt.

„Das bedeutet, dass sie nun alle Leistungen bekommen, die unsere Gewerkschaft für uns herausgeholt hat“, erklärt Soner Sinac. „Also die bessere Bezahlung der IG Metall, Weihnachts- und Urlaubsgeld wie alle anderen APCB-Beschäftigten sowie 30 Tage und damit mehr Urlaub sowie 15 Tage Freischichten. Und sie sind jetzt aus der Unsicherheit der prekären Beschäftigung raus und können ihr Leben besser planen.“

APCB reduziert seinen Leihbeschäftigten-Anteil mit den jetzigen Anstellungen etwa um die Hälfte. Von den gut 230 Beschäftigten sind noch etwa 25 Kolleginnen und Kollegen in der Produktion bei einem Leiharbeitsunternehmen angestellt.

 


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