Teilnehmer*innen trafen sich Anfang Oktober hybrid

Arbeitskreis Engineering und IT – wichtiger denn je

  • 22.10.2021
  • Michael Netzhammer
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute

Ob es um Auswirkungen agiler Arbeit auf Arbeitszeit und Eingruppierungen geht oder um Leistungsbeurteilungen, mobile Arbeit oder Verlagerungstendenzen: Am schlagkräftigsten sind Metallerinnen und Metaller, wenn sie sich austauschen und zusammen ihre Anliegen durchsetzen. In diesem Sinne trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Engineering und IT am 5. Oktober. Und der nächste Termin steht auch schon fest.

„Wir brauchen den Austausch untereinander und die aktive Lobbyarbeit der IG Metall, um möglichst viele unserer Denkansätze und Anliegen in hervorragende Betriebsvereinbarungen, aber auch politische Entscheidungen, Verordnungen und Gesetzgebungsprozesse einfließen zu lassen“, sagte Astrid Diebitsch, ehemalige Betriebsratsvorsitzende bei Nokia Siemens Networks Berlin und heute ehrenamtliche Referentin für Arbeit und Leben nach dem Treffen. Auch wenn es dicke Bretter zu bohren gilt, gemeinsam ist das möglich, zum Beispiel beim Betriebsrätemodernisierungsgesetz.

Am 5. Oktober 2021 traf sich der Arbeitskreis Engineering und IT in diesem Jahr das erste Mal – in hybrider Form. Zuerst haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Beschäftigtenbefragung zur mobilen Arbeit aus dem Jahr 2020 auswertet und dann über Beispiele von Betriebsvereinbarungen zur mobilen Arbeit diskutiert. „Die Botschaft aus verschiedenen Beschäftigtenbefragungen ist eindeutig, viele Beschäftigten wollen mobil oder mehrere Tage im Homeoffice arbeiten“, sagte Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall.

Dabei gibt es noch viele offene Themen sowohl für die IG als auch im Betriebe. Beispielsweise welche digitalen Zugangsrechte möglich und erforderlich sind. Oder wie damit umzugehen ist, wenn Arbeitgeber Homeoffice anbieten und Büroflächen kündigen, um Kosten zu sparen. „Sowohl auf der politischen als auch auf der gesetzgeberischen Ebene ist es unserer Aufgabe, die Ansprüche unserer Kolleginnen und Kollegen zu bündeln und einzubringen. Diese Diskussion setzen wir unter anderem am 23. November 2021 auf unserer ganztägigen Veranstaltung Betriebsratsarbeit im Zeitalter von Homeoffice und mobiler Arbeit“, sagte Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin.

Betriebsrät*innen und Vertrauensleute sind hier gefordert, gute Arbeitsbedingungen auch außerhalb des Betriebes zu formulieren, damit gute Regelungen für die Beschäftigten vereinbart werden. Die IG Metall Berlin wird sie dabei unterstützen.

Neben dem Thema mobile Arbeit diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über viele anderen Themen und Ideen, über die sie sich auch in Zukunft austauschen wollen.

Das nächste Treffen findet am 14. Februar 2022 in Präsenz statt

Die nächste Gelegenheit bietet dazu das nächste Treffen des Arbeitskreis Engineering und IT am Montag, den 14. Februar 2022 um 16 Uhr im IG Metall-Haus, Alwin-Brandes-Saal. Auf der Liste steht dann das Thema „Kontakt zur Belegschaft stärken".

Der Arbeitkreis steht übrigens nicht nur Ingenieur*innen offen, sondern allen interessierten Metallerinnen und Metallern. Wer am Treffen im Februar teilnehmen möchte, meldet sich bitte per Mail (anke.paul(at)igmetall.de oder stefanie.schwalbe(at)igmetall oder telefonisch unter 030-25387-103 an.