Atos

Atos: Protestaktion Freitag 29.9., 12.00 Uhr, Berlin-Biesdorf, Cecilienstraße 92 - Dauerlauf zur Festanstellung

  • 27.09.2017
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Seit über zehn Jahren scannen Leihbeschäftigte bei Atos für den Berliner Senat Strafzettel ein. Sie verrichten die gleiche Arbeit wie festangestellte Beschäftigte – bekommen aber weniger Geld und keine Sicherheit für ihre Zukunft. Sie wollen endlich fest angestellt werden. Für ihre Forderung demonstrieren Beschäftigte und IG Metall mit einem Wettlauf samt „Arbeitsplatzverlosung“ vor dem Polizeigebäude in Biesdorf.

„Der Dauerlauf symbolisiert sehr gut die Situation der Leihbeschäftigten: Seit vielen Jahren hoffen sie am Ziel auf eine Festanstellung, die aber vielleicht nie kommt, wenn es nach dem Willen des Unternehmens geht“, sagt Susanne Steinborn von der IG Metall. „Atos will die Belegschaft jederzeit reduzieren können. Die Beschäftigten müssen das ausbaden mit weniger Entgelt und ohne sichere Perspektive.“

Gemeinsam arbeiten sieben Festangestellte und 14 Leihbeschäftigte im Berliner Polizei-gebäude in Biesdorf, wo sie zentral alle Knöllchen der Stadt scannen. Die Leihbeschäftigten sind bei Randstad unter Vertrag und an Atos ausgeliehen. Die Aufgabe ist nur mit einer eingespielten Belegschaft gut zu erfüllen, weshalb bei dem Unternehmen schon seit über zehn Jahren die gleichen Beschäftigten als Leiharbeiterinnen im Einsatz sind. Mit dem im vergangenen Jahr verabschiedeten Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ist solch ein Dauereinsatz von Leiharbeitern künftig nicht mehr möglich. Spätestens nach 18 Monaten müssen Leihbeschäftigte nun ausgetauscht werden.

Deshalb ist der Zustand bei Atos untragbar. Die Leihbeschäftigten müssen endlich festangestellt werden. Das Unternehmen argumentiert, eine Festanstellung sei nicht möglich, da der Senat plane, das Scannen zu automatisieren und dadurch künftig weniger Personal benötigt werde. „Atos verrichtet jedoch auch andere Scan-Aufträge, die unsere Beschäftigten erledigen können. Insofern gibt es genügend Arbeit, auch wenn der Scan-Auftrag bei der Polizei in ein paar Jahren wirklich wegfällt“, sagt die Betriebsratsvorsitzende Carola Kühn. Mit den Beschäftigten fordert sie das Unternehmen auf, endlich eine sichere Perspektive für die Kolleginnen zu schaffen. Diese Forderung untermauern die Beschäftigten am Freitag mit ihrer Aktion vor dem Polizeigebäude.

Für Rückfragen: Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter IG Metall Berlin, Tel.: 0171.2894914