Zweite Gesprächsrunde zwischen IG Metall und Nokia

Beschäftigte erwarten konkrete Zusagen für Arbeitsplätze

  • 08.07.2016
  • rk
  • Aktuelles

Laut stark, bunt und kräftig – so begleiteten die Nokia-Beschäftigten die zweite Verhandlungsrunde zwischen IG Metall und Nokia am gestrigen Donnerstag in Berlin. Thema: Was bedeutet die Schließung bzw. Verlagerung aller Bereiche – mit Ausnahme von Customer Operation (CO) – in Berlin? Und welche Angebote macht die Geschäftsleitung ihren einen Beschäftigten?

Laut stark, bunt und kräftig – so begleiteten die Nokia-Beschäftigten die zweite Verhandlungsrund

„Die Angebote der Geschäftsleitung sind unzureichend. Die Beschäftigten und IG Metall erwarten jetzt konkrete Zusagen für die Berliner Arbeitsplätze“, sagte Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall in Berlin nach dem Gespräch.  

Die IG Metall fordert für ältere Beschäftigte Angebote für Altersteilzeitregelungen und einen vorzeitigen Ruhestand. Ferner soll Nokia fremdvergebene Stellen am Standort Berlin integrieren und zusätzliche Stellen im Bereich Customer Operation (CO) ansiedeln, dazu gehören Sales and Services, Kundenservice, Marketing und Vertrieb. Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz in Berlin verlieren, sollen die Möglichkeit haben, über Homeoffice-Lösungen weiter beschäftigt zu sein.

Die Nokia Geschäftsleitung hat sich in diesen Fragen ein Stück weit bewegt und angeboten, in einer Arbeitsgruppe Möglichkeiten von Weiterbeschäftigungen im Bereich Customer Operation zu prüfen. Dies soll bis nächsten Donnerstag erfolgen und danach in einem Eckpunktepapier festgehalten werden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen sollen dann Ende des Jahres nochmals überprüft werden.

Hintergrund: Um was geht es?

Die Geschäftsleitung von Nokia Networks will ihren Berliner Standort mit insgesamt 177 Mitarbeitern schließen. Nur ein kleiner Teil der Beschäftigten soll demnach in dem ausgegliederten Bereich Customer Operation übernommen werden. Neben Berlin hat Nokia weitere Entlassungspläne in Europa angekündigt. Allein in Deutschland sollen 1.200  bis 1.400 von aktuell 4.800 Arbeitsplätzen wegfallen. Der Telekommunikationsausrüster hatte zu Beginn des Jahres durch ein Aktientauschprogramm den Wettbewerber Alcatel-Lucent übernommen.


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