11.03.2026 | Die Beschäftigten von BioAFM/Bruker kämpfen weiter für einen Tarifvertrag: Am 20. Februar fanden weitere Gespräche zwischen IG Metall und Arbeitgeberseite statt. Das Unternehmen weigert sich weiterhin, in Verhandlungen einzutreten, doch die Beschäftigten lassen nicht locker.
Am Freitag, den 20. Februar, kam die Tarifkommission der IG Metall erneut mit der Arbeitgeberseite zusammen, um über die Forderung der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag zu sprechen. Mit Transparenten machten die Kolleginnen und Kollegen vor dem Treffen deutlich, dass sie von ihrer Forderung nach einem Tarifvertrag nicht abrücken werden.
Trotz des anhaltenden Widerstands des Unternehmens, Verhandlungen mit der IG Metall aufzunehmen, kündigte die Geschäftsführung an, noch vor der Betriebsversammlung am 25. März einen konkreten Fahrplan für die weitere Vorgehensweise vorzulegen.
Bereits im Dezember hatten die Beschäftigten von BioAFM mit einem Warnstreik ihre Forderung nach einem Tarifvertrag bekräftigt. Zuvor hatte das Unternehmen schriftlich erklärt , keinen Mehrwert in einem Tarifvertrag zu erkennen und deshalb nicht in Verhandlungen eintreten zu wollen.
Hintergrund
BioAFM ist Teil der Bruker Nano Surfaces and Metrology Division und hat seine Wurzeln in der Berliner JPK Instruments AG, die 1999 als Spin-off der Humboldt-Universität gegründet wurde und 2018 in Bruker integriert wurde. Das Unternehmen entwickelt hochpräzise Messgeräte für die Lebenswissenschaften, insbesondere sogenannte Atomic Force Mikroskope (AFM), mit denen sich lebende Zellen und Gewebe unter kontrollierten Bedingungen untersuchen lassen. Die Produkte gelten weltweit als führend in der biomolekularen und zellulären Bildgebung.