Berliner Morgenpost vermeldet

Biotronik plant Stellenabbau in Berlin

  • 06.03.2019
  • mn
  • Aktuelles

Das Berliner Medizinunternehmen Biotronik will offenbar Arbeitsplätze abbauen. Davon betroffen sein sollen sowohl die Fertigung, als auch Forschung und Entwicklung. Die Berliner Morgenpost spricht von 210 Vollzeitstellen und 170 Leiharbeitnehmern, die innerhalb von drei Jahren abgebaut bzw. gehen sollen. Die IG Metall hat dazu noch keine Rückmeldung seitens der Geschäftsführung.

(c) Biotronik

Biotronik mit Sitz in Neukölln beschäftigt weltweit etwa 6.000 Kolleginnen und Kollegen, rund 3.000 davon in Berlin. Die Geschäftsführung spricht von einem härter werdenden Wettbewerb, dem sich das Traditionsunternehmen insbesondere von Asien aus gegenübersehe. 2016 habe das Unternehmen in Singapur Produktionskapazitäten aufgebaut. Dort lägen die Lohnkosten deutlich niedriger.

„Dass das Unternehmen anscheinend in Deutschland Arbeitsplätze in der Fertigung sowie bei Entwicklung und Forschung in Deutschland abbauen will, ist für uns ein Alarmzeichen“, sagt Birgit Dietze, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin. Von der Geschäftsführung erwartet sie jetzt genauere Informationen, damit die Beschäftigten nicht spekulieren müssen, sondern ihre Situation realistisch einschätzen können. Bislang liegen der IG Metall keine Informationen über etwaige Entlassungspläne vor.

Unruhe im Unternehmen ist für die Biotronik-Beschäftigten nichts Neues. So hat die Geschäftsführung im vergangenen Jahr das „Biotronik Corporate Service“ mit 400 Beschäftigten ausgelagert. Für sie konnte die IG Metall erreichen, dass nahezu alle tariflichen Bedingungen übernommen wurden.

 


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