Das besondere Jubiläum:

Der 100.te (!) Seniorenreport ist da!

  • 28.11.2019
  • Jörn Breiholz, Birgit Dietze
  • Aktuelles, Bildergalerie, Senioren, Betriebsräte/Vertrauensleute

Es ist eine ganz besondere Zahl: Schon einhundert Mal hat die Redaktion des Seniorenreports der IG Metall Berlin eine Ausgabe veröffentlicht. Damit ist sie bundesweit ziemlich einzigartig. Im Interview gewährt uns Chefredakteur Ramon Zorn einen Blick in Arbeitsweise dieser wunderbaren Redaktion.

Coole Jungs & Mädels: Die Redaktion des Seniorenreport

Ramon, 100 Ausgaben Seniorenreport – herzlichen Glückwunsch erst einmal. Wie feiert Eure Redaktion denn diese ganz besondere Zahl?

Ramon Zorn: Eigentlich gar nicht. Wir haben für unsere Leser ein paar Sonderseiten über die Geschichte des Senioren-Reports gemacht. Für uns war es business as usual. Aber Du hast recht, beim nächsten Treffen werde ich eine Runde Pfannkuchen ausgeben.

Wunderbar. Kennst Du andere Seniorenzeitungen in der IG Metall, die schon so viele Ausgaben auf dem Buckel haben wie unser Berliner Seniorenreport?

Sind mir nicht im Einzelnen bekannt. Wäre interessant zu wissen, welche Seniorenzeitungen überhaupt existieren. Die Hamburger Geschäftsstelle hat das Senioren-Echo, die sind jetzt bei 41 Ausgaben. Die arbeiten mit Grafikern und Druckerei zusammen, wir machen in alles Handarbeit selbst. 

So eine Zeitung macht ja erst mal viel Arbeit: Artikel bestellen, selber recherchieren, schreiben, Fotos zusammensuchen, layouten und drucken. Wie entsteht ein Seniorenreport?

Erst wird gesammelt, welche Ereignisse und Themen anstehen. Das vorläufige Inhaltsverzeichnis wird mit der Arbeitskreis-Leitung durchgesprochen. Dann werden Autoren im Arbeitskreis gesucht – wer war dabei, wer kennt sich aus? Die Artikel werden in einer Cloud gesammelt, auf die alle Redaktionsmitglieder Zugriff haben.

Und wer macht die ganze Arbeit?

Die Beiträge in die Form zu bringen, die dem vereinbarten Layout entspricht, mache ich meist selbst. Da wird auch schon etwas redigiert. Manchmal ist eine Rücksprache mit den Einsendern nötig. Die anderen Redakteure und Redakteurinnen können sich dabei schon einbringen.

Seid Ihr eigentlich ein Redaktionskollektiv, bei dem alle gemeinsam entscheiden, oder ist das so wie bei den meisten anderen Zeitungen, das einer den Hut auf hat und bestimmt?

Die Schlussredaktion wird von allen gemeinsam durchgeführt. Offene Diskussion ist üblich und letztlich entscheidet die Mehrheit.

Welche Themen lesen Eure Leserinnen und Leser besonders gern?

Gerne findet man sich selbst wieder, zum Beispiel auf Fotos, bei Aktivitäten, an denen man teilgenommen hat. Dann die Ereignisse der Geschäftsstelle und Infos aus der IG Metall, die man sonst nirgends findet.

Wie viele Leser habt Ihr?

Wenn wir das wüssten! Da sind rund 150 Seniorinnen und Senioren, die den Senioren-Report auf Papier in die Hand bekommen. Aber die Zeitung steht auch im Internet der Geschäftsstelle Berlin, da wissen wir nichts über die Verbreitung.

Kannst Du uns schon die Titelgeschichte der kommenden Ausgabe verraten?

Die Wahl unserer Delegierten, also der Senioren und Arbeitslosen, zur neuen Delegiertenversammlung oder die Mitgliederversammlung im November 2019.

Spannend! Wir freuen uns schon jetzt drauf.

Zum Nachlesen: Hier geht es zum Lesearchiv des Seniorenreports.

 

Warum Eure Arbeit so wichtig ist

von Birgit Dietze, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin 

Mich beeindruckt immer wieder, welch große Bandbreite an Themen Ihr im Seniorenreport abbildet. Kunst und Kultur, Fahrten an spannende Orte, allgemeine gesellschaftliche Fragen, das politische Tagesgeschäft und immer wieder das, was uns und unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben umtreibt: die Situation in den Berliner Betrieben der IG Metall.

Ihr rückt immer noch sehr dicht heran an die betrieblichen Konflikte. Wenn da was anbrennt, steht Ihr an der Seite der Beschäftigten und kommt zu den Kundgebungen. Ihr seid dann da und unterstützt, das ist einfach Klasse! 

Ihr seid nach wie vor politisch engagiert. Dass das Kraft hat, sieht man auch daran, dass Ihr den Seniorenreport mit einem ganzen Redaktionsteam macht, das ist keine Veranstaltung von ein oder zwei Leuten. 100 Ausgaben Seniorenreport: Das ist eine starke Mannschaftsleistung, zu der ich Euch sehr herzlich gratulieren möchte. Und auf die wir als IG Metall Berlin auch ein bisschen stolz sein können.

 

 

 


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