Gleiche Arbeitszeiten für alle

Ende September starten wir die Betriebsoffensive Arbeitszeit Ost

  • 05.09.2019
  • Andrea Weingart
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute

Unsere Geduld hat ein Ende. Wir lassen uns in der Angleichung der Arbeitszeit Ost nicht länger hinhalten. Seit Unterzeichnung des Eckpunktepapiers mit dem Berlin-Brandenburger Arbeitgeberverband VME im vergangenen Jahr haben die Arbeitgeber eine Lösung in dieser Frage verzögert und blockiert.

Gemeinsam für die 35 - Betriebsrätekonferenz Ost Ende August mit Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall, und Olivier Höbel, Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen

Wir haben mit ihnen das gesamte erste Halbjahr 2019 über eine Lösung für alle ostdeutschen Tarifbezirke verhandelt. Aber nach sechs Gesprächsrunden – die letzte war Ende Juni 2019 – ist klar: Ihre Demontage des Flächentarifvertrags ist mit uns nicht zu machen.

Die Arbeitgeber wollen die dauerhafte Einführung einer komplett neuen Systematik der wöchentlichen Arbeitszeit. Statt Tarifvertrag und Tarifvertragsparteien sollen künftig die Betriebsparteien über die wöchentliche Arbeitszeit entscheiden. Damit würde der Schutz durch den Tarifvertrag wegfallen.

Das würde bedeuten: Ein von den Betriebsparteien festzulegender Arbeitszeitkorridor von 30 bis 40 Stunden pro Woche verschafft den Arbeitgebern größtmögliche Flexibilität bei der Arbeitszeit. Ein Vorschlag zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen, der mit der IG Metall nicht zu machen ist.

Für uns steht fest: Wenn mit den Arbeitgebern bis Ende September keine Flächenlösung gefunden wird, rufen wir dieses Thema Betrieb für Betrieb auf.

In der kommenden Tarifkommissionssitzung Ende September legen wir gemeinsam mit dem Vorstand der IG Metall unsere weiteren Schritte fest. Klar ist: Wir haben die Solidarität nicht nur aus der gesamten IG Metall. Die Angleichung der Arbeitsbedingungen im Osten steht auf der Agenda im ganzen Land.

Jetzt gilt es Kraft zu sammeln, damit wir Betrieb für Betrieb gemeinsam erkämpfen, was 30 Jahre nach Mauerfall längst überfällig ist.

 

 


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