01.05.2026 | Jobabbau und täglich neue Kürzungspläne bei Rente, Pflege, Krankenkasse: Am Tag der Arbeit haben bundesweit Hunderttausende für mehr soziale Sicherheit demonstriert. Auch in Berlin gingen 12.000 Beschäftige unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ auf die Straße.
Fast täglich greifen Arbeitgeber hart erkämpfte Rechte an: den Achtstundentag, die Lohnfortzahlung bei Krankheit. Und in der Bundesregierung gibt es viele Pläne für Kürzungen beim Sozialen und zu wenige Ideen für Wachstum und den Erhalt industrieller Arbeitsplätze.
Am 1. Mai haben Beschäftigte ihren Ärger darüber auf die Straße getragen. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ versammelten sich bundesweit mehr als 350.000 Menschen.
Auch in Berlin machten über 12.000 Menschen deutlich, dass wirtschaftliche Krisen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden dürfen. Der Demonstrationszug startete am Vormittag am Strausberger Platz und führte durch die Innenstadt bis zum Roten Rathaus, wo bis in den Nachmittag ein vielfältiges Bühnenprogramm und ein Familienfest stattfanden.
Die IG Metall Berlin beteiligte sich traditionell mit zahlreichen Infoständen, darunter ein Solidaritätsstand, an dem Spenden gegen das US‑Embargo für Kuba gesammelt wurden. Begleitet wurde dies von einem Gemeinschaftsstand mehrerer Initiativen, der internationale Solidarität und Energiesicherheit für Kuba thematisierte. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Victoria Fisher, Betriebsratsvorsitzende bei MBition, die mit einem DJ‑Set viele Besucher:innen vor dem Neptunbrunnen zum Tanzen einlud.
Berichterstattung
rbb24 Abendschau: Kundgebung vor dem Roten Rathaus - DGB-Demo am Tag der Arbeit | rbb