Berliner IAV-Standort in Gefahr

Gegen Kahlschlag ohne Konzept: Bundesweite Aktionen bei IAV

18.03.2026 | Am Dienstag zeigten die Beschäftigten an den IAV-Standorten in Berlin, Gifhorn und Stollberg gemeinsam, dass sie die chaotischen Restrukturierungspläne der Unternehmensleitung nicht akzeptieren. Ihr Ziel bleibt ein verlässliches und zukunftssicheres Konzept für das Unternehmen.

Foto: IG Metall Berlin

Am Dienstagmittag haben sich erneut zahlreiche Beschäftigte der IAV zu einer Kundgebung versammelt. Es war bereits der dritte Dienstag in Folge, an dem die Belegschaft gegen die chaotischen Restrukturierungspläne des Unternehmens wehrt. Rund 450 Kolleginnen und Kollegen nahmen an der Aktion teil.

Bundesweite Aktionen bei IAV

Die Proteste beschränkten sich dabei nicht nur auf den Berliner Standort: Auch in Stollberg und Gifhorn gingen Beschäftigte zeitgleich auf die Straße und wurden per Videoschalte zugeschaltet. Auch dort formiert sich Widerstand gegen die aktuellen Pläne der Geschäftsführung. Hintergrund ist die Ankündigung, bundesweit weitere 1.500 Stellen abbauen zu wollen. Bereits im Jahr 2024 waren etwa 600 Arbeitsplätze gestrichen worden – verbunden mit dem Versprechen, das Unternehmen damit wieder auf eine stabile wirtschaftliche Grundlage zu stellen.

Viele Beschäftigte sehen dieses Versprechen nun gebrochen. Besonders am Berliner Stammsitz wächst deshalb die Sorge, dass der Standort langfristig geschwächt oder sogar in Frage gestellt werden könnte.

Verhandlungen bisher ergebnislos

Seit fast drei Monaten laufen Verhandlungen zwischen der IG Metall, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung über die strategische und personelle Zukunft des Unternehmens. Trotz inzwischen sieben Verhandlungsrunden liegt bislang weder ein überzeugendes Gesamtkonzept vor, noch gibt es verbindliche Zusagen für die Arbeitsplätze, die nach dem geplanten Abbauprogramm erhalten bleiben sollen.

Die Beschäftigten fordern daher weiterhin eine transparente und nachvollziehbare Personal- und Bedarfsplanung sowie klare Zusagen zur Sicherung der verbleibenden Arbeitsplätze. Für die IG Metall ist klar: Weitere Restrukturierungen dürfen nicht im Blindflug erfolgen, sondern müssen in ein tragfähiges Zukunftskonzept eingebettet sein.

Von: Annika Schwarze

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