Neuer Flyer macht die Runde

IAV – immer wieder freitags kommt die Erinnerung

  • 08.06.2018
  • ab
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute, Tarif 2018

Auch an diesem Freitag haben IAV-Beschäftigte ihre Mittagspause dazu genutzt und ihren Arbeitgeber daran erinnert, dass sie ohne Tarifvertrag nicht Ruhe geben werden. Außerdem bedankte sich der Betriebsrat für die rege Beteiligung am ersten Warnstreik in der IAV-Geschichte. Im neuen Flyer konkretisiert die Tarifkommission ihre Forderungen.

Am ersten Warnstreik in der Geschichte der IAV hatten sich allein in Berlin 600 Beschäftigte beteiligt. Am heutigen Freitag nutzten auch wieder 100 Kolleginnen und Kollegen ihre Mittagspause, um gegen die Haltung ihres Arbeitgebers zu protestieren, der eine Tariferhöhung daran knüpft, dass er eine Billiglohngruppe für „Neueinsteiger“ einführen kann. Eine gespaltene Belegschaft aber sorgt für Unfrieden. Und es ist wirtschaftlich der falsche Weg.

Darauf verweisen Betriebsratsgremien und IG Metall auf allen Kundgebungen: „Innovation hängt von den Köpfen ab. Und wenn man als Premiumdienstleister auf dem Weltmarkt mitspielen will, braucht man für die Innovation doch die Jungen. Da kann es sich doch kein Unternehmen leisten, ausgerechnet die Nachwuchsingenieure zum Konkurrenten ziehen zu lassen, nur weil man sie nicht anständig bezahlen will“, hatte Andreas Buchwald IG Metall Berlin auf dem Warnstreik gesagt.

Mit dem Warnstreik hat sich auch die Annahme des Arbeitgebers als Irrtum erwiesen, Ingenieurinnen und Ingenieure würden nicht für einen Warnstreik auf die Straße gehen. Die Beschäftigten haben ihren Unwillen am 30. Mai 2018 deutlich zum Ausdruck gebracht. Die IG Metall-Tarifkommission konkretisiert die ›Brücke der Verantwortung‹ vom 13. April und fordert die Geschäftsführung zu einem umgehenden Tarifabschluss mit vier Kernelementen auf:

  • Sofortige tabellenwirksame Tariferhöhung für die ganze Belegschaft. 4,3 Prozent rückwirkend zum 1. April. Und 300 Euro Einmalzahlung.
  • Aufnahme von Verhandlungen für eine IAV to STAY mit einer durchlässigen und transparenten Entgeltsystematik, gesundheitsförderlichen Arbeitszeit(konten)-Regelungen sowie Projektarbeit und Qualifizierungen, die dem digitalen Zeitalter entsprechen.
  • Wertgleiche Übernahme der weiteren Tarifergebnisse der Metall- und Elektroindustrie, sobald eine Einigung zur neuen Entgeltsystematik erzielt worden ist.
  • Verbindliche Anwendung des Studierenden-Tarifvertrages zur Entwicklung und Bindung des IAV-Nachwuchses.

 

 


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