#Fairwandel:

“Ich werde mein 35 Stunden T-Shirt tragen“

  • 26.06.2019
  • jb
  • Aktuelles, #FairWandel, Betriebsräte/Vertrauensleute

Die Viktoria auf der Siegessäule trägt in den Armen eine riesige IG Metall-Fahne – und zeigt damit weithin sichtbar, dass die #Fairwandel-Demo vor der Tür steht: Am kommenden Samstag kommen zehntausende IG Metallerinnen und Metaller nach Berlin, um für eine soziale, ökologische und demokratische Transformation zu demonstrieren. Im Interview erläutert Regina Katerndahl, die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, warum sie die Demo so wichtig findet.

Steht Viktoria gut, die schmucke Fahne!

Regina Katerndahl: Ökologie, gute Arbeitsplätze in der Industrie und Teilhabe zusammenbringen

Liebe Regina, als „gastgebende Geschäftsstelle“ habt Ihr Einiges mit der Großdemo am kommenden Samstag zu tun: Wie hat sich die Geschäftsstelle auf die Großdemo vorbereitet?
Wir werben in allen Gremien und zeigen auf allen Betriebsversammlungen, wie wichtig es ist, dass wir uns in die Veränderungen der Arbeit und unseres Lebens einmischen werden. Unsere Jugend ist eng mit der Bezirksleitung bei vorbereitenden Aktionen unterwegs. Insbesondere unsere junge IG Metall verknüpft mit der Demo große Hoffnungen. Nämlich Ökologie, gute Arbeitsplätze in der Industrie und Teilhabe zusammen zu bringen.

Manche wollen vielleicht lieber am Grill chillen, statt zur Demo zu gehen. Warum ist es wichtig, dass möglichst alle Berliner IG Metallerinnen und Metaller zur Demo kommen?
Wir alle können zuerst unsere Forderungen nach gesellschaftlicher Mitbestimmung ausdrücken und dann zusammen chillen – Würstchen und gute Musik haben wir auch. Und zusammen haben wir mehr Spaß.

Sollen alle auch Freunde und Familie mitbringen?
Natürlich. Arbeit und Leben gehören zusammen – so wie IG Metall und Familie.

Wie nimmst Du die Stimmung in den von Dir betreuten Betrieben wahr – wollen viele Berliner Metallerinnen und Metaller zur Demo kommen?
Na, wie die Berliner eben so sind: Am Anfang kam immer der Hinweis auf unsere Berliner Sommerferien. Doch viele sagen inzwischen: „Uns ist es wichtig, dass wir als Metallerinnen und Metaller ein klares Signal setzen“.

Worauf freust Du Dich am Samstag am meisten?
Auf die zahlreichen Gespräche und dass wir Politik und Arbeitgebern gemeinsam unsere Vorstellungen einer besseren Welt zeigen. Ich freue mich, dass wir viele sind und darin liegt unsere Kraft. Diese Kraft zu spüren, ist immer ein außergewöhnlicher Moment.

Wie gehst Du zur Demo, hast Du Dich mit anderen verabredet?  
Ja, ich habe mich mit den Kolleginnen und Kollegen von Siemens um 10.30 Uhr am Neptun Brunnen verabredet. Und ich werde wie viele andere auch mein 35 Stunden T-Shirt tragen, um zu zeigen: Wir werden weiterhin einheitliche Arbeitszeiten fordern – in West und Ost!

 

 


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