Internationale Gewerkschaftspolitik im Fokus:

Im Gespräch mit Wolfgang Lemb

  • 28.02.2018
  • ka
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute

Wie kann gewerkschafts- und betriebspolitisches Handeln gegenüber aktienkursgetriebene Unternehmen erfolgreich sein, um Industriestandorte und damit Arbeitsplätze zu erhalten? Was bedeutet Unternehmensverantwortung im globalen Kapitalismus und ist diese durchsetzbar? Zu diesen und weiteren Fragen hat der Arbeitskreis Internationalismus in der IG Metall Berlin das Wolfgang Lemb aus dem Vorstand der IG Metall und dort auch zuständig für die internationale Gewerkschaftspolitik, eingeladen.

Wolfgang Lemb, im IG Metall-Vrtsand unter anderem für internationale Gewerkschaftspolitk zuständig

Herzlich eingeladen sind insbesondere Kolleginnen und Kollegen aus Euro-Betriebsräten aber auch alle Interessenvertreter und Gewerkschafter aus global agierenden Unternehmen. Die Veranstaltung findet statt: Am Dienstag, den 6. März, von 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr im IG Metall Haus, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin, Raum E01 (EG)

Zum Hintergrund
Die IG Metall hat mit ihrem Europapolitisches Memorandum 2009 »Für ein solidarisch erneuertes Europa« ihre Vorstellung formuliert und es sind sicherlich auch Taten daraus erfolgt. Dazu gehört auch  die Zunahme von globalen Rahmenvereinbarungen, um international Mindeststandards festzulegen.

Wolfgang Lemb hat zur Neuausrichtung Europas im Oktober 2017 ein beachtenswertes Interview zur aktuellen europäischen Situation und gegen das Spardiktat für Umverteilung gegeben. Im November 2017 hatte sich die EU- Staaten zur „Europäischen Säule sozialer Rechte“ auf einer Konferenz in Göteborg verpflichtet. Aber wie sieht die Verpflichtung der Unternehmen gegenüber ihren Beschäftigten praktisch aus? 

Praktisch findet Unternehmensverantwortung weder beim Siemenskonzern, der aktuelle Massenentlassungen ankündigt, noch bei Mercedes und Volkswagen in Südamerika, wo ihnen Menschenrechtsverstöße nachgewiesen wurden, statt.   Das Netzwerk für Unternehmensverantwortung „Treaty Alliance Deutschland“ ist mit einem Positionspapier „Für eine menschenrechtliche Regulierung der globalen Wirtschaft“ an die Öffentlichkeit gegangen. Viele Verbände unterstützen die darin benannten Forderungen. Wie steht die IG Metall dazu?