Zuspruch von allen Seiten

Infinera: Münchner Standort solidarisiert sich mit den Berliner Beschäftigten

  • 26.02.2019
  • ka
  • Aktuelles

Neben Infinera-Berlin gibt es auch noch den Standort München, an dem rund 250 Entwicklerinnen und Softwareexperten Produkte entwickeln. Auf der heutigen Betriebsversammlung erklärten sich viele Kolleginnen und Kollegen mit ihren Berlin Kolleginnen und Kollegen solidarisch. Chapeau.

Paukenschlag in München. Stehend – einige Kolleginnen und Kollegen streckten Plakate mit der Aufschrift „Infinera braucht Zukunft in die Höhe“ – sendeten die Münchner Beschäftigten ein schönes Zeichen an die Berliner Beschäftigten. „Es rührt mich sehr, wie uns die Münchner Kolleginnen und Kollegen solidarisch beistehen“, sagte Jörg Wichert, Berliner Betriebsratsvorsitzende bei Infinera.

Auf der München Betriebsversammlung ging es – wie in Berlin – auch um die Zukunft der Beschäftigten. In der Isar-Metropole entwickeln Softwareexpertinnen und Entwickler neue Produkte und updaten Software-Anwendungen. Der Arbeitgeber verkündete dort, der Münchner Standort sei von den aktuellen Entwicklungen nicht betroffen. „Umso höher schätzen wir das Zeichen ein, das die Münchner Beschäftigten mit ihrer Aktion gesetzt haben“, sagte Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin. Mit ihrem Kollegen Daniele Frijia, Gewerkschaftssekretär der IG Metall München, vereinbarte Regina Katerndahl einen ständigen Austausch. „Wir werden damit sicherstellen, dass der Arbeitgeber nicht versucht, die beiden Standorte gegeneinander in Stellung zu bringen.

Was von den beruhigenden Worten des Arbeitgebers mit dem Tenor, am Münchner Standort müsse sich keiner Sorgen machen, zu halten ist, lässt sich nicht einschätzen. Fakt ist, auch den Berliner Beschäftigten flöteten die Infinera-Oberen die Zukunft in den süßesten Tönen ins Ohr, bis sie die 1.600 Patente erworben und das gesamte Fertigungswissen aufgesaugt hatten. Dann ließen sie in Berlin die Bombe platzen.


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