14.10.2025 | Am Montagmittag waren über 50 Kolleginnen und Kollegen von Schindler/Haushahn vor das Haus der Wirtschaft in Berlin gekommen, um vor der dritten Tarifverhandlung über die Auslösesätze klarzumachen, dass sie fest zu ihren Forderungen stehen.
Am Montagmittag versammelten sich mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen von Schindler/Haushahn vor der dritten Verhandlungsrunde vor dem Haus der Wirtschaft in Berlin, um lautstark und entschlossen ihre Forderung nach einer Erhöhung der Auslösesätze um 50 % zu bekräftigen.
Hintergrund: 20 Jahre Stillstand bei den Auslösesätzen
Seit über 20 Jahren wurden die Auslösesätze für Auswärtstätigkeiten nicht mehr angepasst. Verbesserungen sind dringend notwendig. Die IG Metall verhandelt deshalb seit Juli 2025 mit Haushahn über eine Nachfolgeregelung zum Bundesmontagetarifvertrag. Wir fordern die Erhöhung der Auslöse um 50 %.
Das Unternehmen hält dagegen, dass die Forderung der IG Metall überzogen sei – und präsentierte in der zweiten Verhandlungsrunde ein mickriges Angebot: Haushahn ist bereit, die Auslöse um 10 % zu erhöhen.
Arbeitgeberangebot: Viel zu wenig
Die IG Metall hat dieses Angebot als viel zu gering zurückgewiesen. „10 % höhere Auslösesätze bedeuten in der 1. Zone 11,72 Euro statt bisher 10,65 Euro. Ich finde, die Monteure und Servicetechniker bei Haushahn haben deutlich mehr verdient“, betonte IG Metall Verhandlungsführer Thomas Weber. „Wir fordern das Unternehmen deshalb auf, zur dritten Tarifverhandlung ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen“, so Weber weiter.
Klares Zeichen an die Arbeitgeber
Mit der lautstarken Aktion in Berlin sendeten die Kolleginnen und Kollegen ein unüberhörbares Zeichen an die Arbeitgeberseite: Wir lassen uns nicht mit mickrigen Angeboten abspeisen! Mit Schildern, Trillerpfeifen und lauten Sprechchören machten die Beschäftigten unmissverständlich klar, dass sie geschlossen hinter ihrer Forderung stehen und bereit sind, weiter Druck zu machen.