Einsatz der Belegschaft hat sich gelohnt:

LEDVANCE: Statt Schließung Lösung in Sicht

  • 14.05.2018
  • rk
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute

Beschäftigte und Betriebsrat haben über Monate diskutiert, ganztägige Mahnwachen organisiert, verhandelt, eigene Wirtschaftskonzepte entwickelt und schlussendlich die Geschäftsführung überzeugt, den Standort doch nicht zu schließen: Die Berliner Lampenfabrik LEDVANCE soll mit ca. 120 Beschäftigten weiterbestehen – aber nur wenn gleichzeitig etwa 80 Kollegen das Unternehmen verlassen.

Von den gut 200 Beschäftigten, die derzeit im Berliner LEDVANCE-Werk arbeiten, sollen circa 120 bleiben. Die etwa 80 Beschäftigten, die das Unternehmen bis zum Ende des Jahres verlassen sollen, können entweder für ein Jahr in eine Transfergesellschaft wechseln oder eine Abfindung erhalten. Ist dies fristgemäß passiert, gibt der Arbeitgeber den verbleibenden rund 120 LEDVANCE-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern die Zusicherung, bis 2020 am Standort Berlin weiter zu produzieren. Dazu gehört auch die Einführung von zwei auf LED basierenden Produkten. So soll das Werk gut für die Zukunft aufgestellt werden.Nach der Ankündigung des Arbeitgebers Ende 2017, Berlin als Standort schließen zu wollen, hatten Belegschaft, Vertrauensleute, Betriebsräte und IG Metall alle Räder in Gang gesetzt, um das Werk in Berlin zu halten. Zu jedem Zeitpunkt war klar: Mit dem bestehenden Produktionswissen, den technischen Anlagen und dem Produktspektrum muss eine Zukunft möglich sein.

„Eine beschlossene Standortschließung abzuwenden, braucht überzeugende Konzepte, eine engagierte und kämpferische Belegschaft und einen Schuss Glück. Mit dem erreichten Ergebnis wird deutlich, dass wir das hatten und dass sich der Einsatz aller gelohnt hat“, sagt Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin. Andy Deininger, Betriebsratsvorsitzender bei LEDVANCE, sagt: „Wir verlieren rund 80 Kolleginnen und Kollegen und das ist bitter. Aber wir können auch ca. 120 Arbeitsplätze erhalten und unser Berliner Werk vor dem Ende retten. Die Belegschaft hat alles gegeben und damit einen Erfolg erzielt, der den Fortbestand ermöglicht.“

 


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