Tag der Arbeit - mit Berichterstattung

"Mach Dich stark mit uns" - Tausende demonstrieren am 1. Mai in Berlin

01.05.2025 | Hunderttausende Beschäftigte haben sich an ihrem Tag der Arbeit deutschlandweit gemeinsam stark gemacht. Auch in Berlin gingen rund 6.000 Menschen am 1. Mai auf die Straße, um für gute Arbeit, faire Löhne und mehr Gerechtigkeit einzutreten. Bundesweit beteiligten sich unter dem Motto "Mach dich stark mit uns!" 310.000 an insgesamt 420 Veranstaltungen und Kundgebungen.

Unter dem Motto "Mach Dich stark mit uns" zogen rund 6.000 Menschen durch Berlin - Foto: C. v. Polentz

Gewerkschaftssekretärin Olivia Wagner machte ordentlich Stimmung vor dem Roten Rathaus - Foto: C. v. Polentz

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Das Digitalteam der IG Metall stellt sich vor - Foto: IGM

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Die aktiven IG Metall-Mitglieder bei Osram sorgten für gute Laune und frisches Popcorn - Foto: IGM

Bettina Jarasch, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Kai Wegner, Regierender Bürgermeister (CDU) und Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin (v.l.n.r.) - Foto: IGM

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin und Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SPD) (v.l.n.r.)

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich am 1. Mai rund 6.000 Menschen in Berlin, um für eine gerechte und zukunftsfähige Arbeitswelt einzustehen. Auch die IG Metall Berlin war mit zahlreichen Mitgliedern vertreten und setzte ein kraftvolles Zeichen für Solidarität, Mitbestimmung und soziale Sicherheit.

Unter dem Motto "Mach Dich stark mit uns" startete der Demonstrationszug der Gewerkschaften um 11 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Straußberger Platz. Von dort zogen die Teilnehmenden durch die Innenstadt bis vor das Rote Rathaus, wo ab Mittag ein buntes Bühnenprogramm und ein Maifest für die ganze Familie die politische Botschaft mit guter Laune verbanden. Bis in den Nachmittag wurde gemeinsam gefeiert, diskutiert und auf die Herausforderungen der Arbeitswelt aufmerksam gemacht.

Rund um das Rote Rathaus präsentierte sich die IG Metall mit zahlreichen Infoständen. Dort stellten sich unter anderem das Projekt zur Erschließung der Digitalwirtschaft, aktive IG Metall-Mitglieder von Osram sowie der Senioren-Arbeitskreis vor. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich informieren, ins Gespräch kommen und erleben, wie vielfältig gewerkschaftliche Arbeit heute ist – von digitaler Transformation bis zum solidarischen Miteinander über Generationen hinweg.

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin, machte am Rande der Kundgebung deutlich, warum der 1. Mai auch im Jahr 2025 nichts von seiner Bedeutung verloren hat. In Berlin ist die Krise an vielen Stellen zu spüren: "Wir haben uns das alle nicht ausgesucht. Aber wenn es um den Abbau von Arbeitsplätzen geht, hilft nur eins: eine starke Gewerkschaft und eine starke Belegschaft."

Und er betont: "Die IG Metall beweist, dass es sich lohnt, mit starken Belegschaften gegen Abbaupläne und Standortschließungen anzugehen. Beispiele wie das Mercedes Benz-Werk in Berlin, Siemens Energy Berlin, Biotronik und Stadler zeigen, dass Arbeitgeber bereit sind, über Zukunftstarifverträge zu verhandeln, wenn die Gewerkschaft gemeinsam mit einer gut organisierten Belegschaften Druck macht und sie konstruktiv mitarbeiten." 

Dabei hob Otto die Rolle der Beschäftigten hervor, die tagtäglich mit ihrem Engagement zur Stabilität und Weiterentwicklung der Betriebe beitragen: "Starke Betriebsräte und viele Gewerkschaftsmitglieder sind Bollwerke gegen Ideenlosigkeit, Abbau und Spaltung. Sie stehen für Zukunft, Fortschritt, Demokratie und Gemeinschaft."

Die Maidemonstration in Berlin war nicht nur ein starkes politisches Signal, sondern auch ein Fest des Zusammenhalts. In Zeiten des Wandels, so der Tenor, braucht es mehr denn je eine solidarische Gemeinschaft – in den Betrieben, in der Stadt und in der Gesellschaft.

Berichterstattung:

rbb Abendschau, 1. Mai 2025, 19.30 Uhr - ab Min. 5:00 bis 8:33 - danach DGB Jugend und Studiogast DGB Berlin-Brandenburg

 

Von: Annika Schwarze

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