Wir erreichen die nächste Stufe der Transformation!

Mehr Stärke in den Betrieben: Mehr betriebliche Mitglieder – und mehr Angestellte werden Mitglied in Berlin

  • 27.01.2022
  • igm
  • Pressemitteilungen

Die IG Metall Berlin startet mit mehr als 23.000 betrieblichen Mitgliedern ins neue Jahr. Damit setzt die IG Metall in Berlin den positiven Trend fort. Schon 2020 konnten mehr betriebliche Mitglieder gewonnen werden. „Zukunft selber machen“ ist das Motto der IG Metall. „Wir gestalten die Zukunft in der Transformation“, sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin. „Wir verwandeln mit den Beschäftigten Gefahren der Transformation in Chancen. Ein Beispiel dafür ist der Erhalt des Mercedes-Benz Werks in Marienfelde. In nur 14 Monaten haben wir die drohende Standortschließung in eine Zukunft für das Werk verwandelt und gemeinsam mit unseren Mitgliedern noch mehr Stärke aufgebaut. Damit übernehmen wir aber auch Verantwortung für die Zukunft des Werks. Man kann über Wirtschaftsdemokratie sprechen – wir gestalten sie.“

Gleichzeitig gab es Konflikte, wie bei Siemens Energy in Berlin, in denen der Konflikt zwar beruhigt, aber nicht beendet wurde: „Auch das ist eine neue Qualität in der heutigen Zeit, die von der IG Metall eine höhere Komplexität und neue Arbeitsformen fordert: Konflikte werden nicht „ausgekämpft“ und abgeschlossen, sie müssen weiter begleitet werden. Wir brauchen ein hohes Maß an Qualifizierung für unsere IG Metall-Mitglieder.“

Im vergangenen Jahr konnten auch zahlreiche neue Betriebsräte gewählt und Tarifverträge erkämpft werden: Bei Volkswagen Group Retail in Berlin wurde im April ein Betriebsrat gegründet. Mit der Stärke einer gut organisierten Belegschaft im Rücken konnte schon im Herbst die Tarifbindung erreicht werden. „Wenn die Belegschaft mitzieht, wir die Mehrheit für die IG Metall im Betrieb gewinnen können, gehen wir gemeinsam einen erfolgreichen Weg“, so Jan Otto. „Wir schaffen es, die Menschen mitzunehmen und begeistern sie für den gemeinsamen Weg hin zu guten Arbeitsbedingungen. Wir vernetzen die Kolleginnen und Kollegen und bauen Stärke in den Betrieben auf.“

„2022 wird ein entscheidendes Jahr für die Zukunft der Gewerkschaften. Wir brauchen mehr IG Metall-Betriebsräte in den Unternehmen“, so Otto.

Vom 1. März bis 31. Mai 2022 starten auch in den rund 400 Berliner Betrieben, die von der IG Metall betreut werden, die Betriebsratswahlen. „Betriebsräte sorgen für Demokratie und Mitbestimmung in den Betrieben und vertreten die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitgebern“, sagte Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin. „In Betrieben mit Betriebsrat wirkt sich die Mitbestimmung positiv auf Löhne, Jobsicherheit, Produktivität, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Nachhaltigkeit aus. IG Metall-Betriebsräte sind gut geschult und begleiten die Prozesse in den Betrieben selbstbewusst, kritisch und konstruktiv.“

Die IG Metall Berlin werde in diesem Jahr – trotz Corona-Einschränkungen – weiter präsent bleiben und dort Widerstand leisten, wo gute Arbeitsbedingungen bedroht und Arbeitsplätze in Gefahr seien, so Jan Otto. Aber sie werde auch mehrere Schutzschilde einziehen, in dem sie bereits frühzeitig die Transformation in und um die Betriebe begleitet. Hierzu werden die Transformationsnetzwerke aktiv genutzt und mit den IG Metall- Betriebsräten vernetzt.

Ab 1. Februar wird Andrea Weingart das Team der IG Metall Berlin verstärken. Als Pressesprecherin wird sie die Medienarbeit der IG Metall Berlin koordinieren und umsetzen. Mit dem Audio-Podcast „State of the Union“ bringt die IG Metall Berlin noch mehr frischen Wind in ihre Medienarbeit. Spannende Gäste aus Politik, Betrieben, Wissenschaft, Wirtschaft und auch aus der Gewerkschaft sind zu Gast bei Jan Otto – und berichten sehr lebendig von ihrer Arbeit.

Hier geht es zum Podcast mit Jürgen Kerner: https://www.igmetall-berlin.de/aktuelles/meldung/juergen-kerner-ist-zu-gast-in-der-neuen-folge-state-of-the-union/

 

Für Rückfragen:         Andrea Weingart, Tel.: 0177 59 63 859 und

                                    Jan Otto, Tel.: 0160 533 10 75