12.01.2026 | Seit Januar verstärken Özge Karabulut und Frederik Schäfer als neue Jugendsekretär:innen das Team der IG Metall Berlin. Beide waren zuvor ehrenamtlich für die IG Metall aktiv und treten die Nachfolge von Jakob Heidenreich an, der in die IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen gewechselt ist. Wer sie sind und was sie künftig anpacken wollen erzählen sie im Interview.
Özge, Freddy, ihr seid die beiden neuen Jugendsekretär:innen der IG Metall Berlin. Mit nun zwei Jugendsekretär:innen bekommt die Jugend in Berlin deutlich Verstärkung. Ist das ein wichtiges Signal?
Özge: Auf jeden Fall! Die Jugend ist schließlich die Zukunft und deshalb ist es nur konsequent, dass die Jugendarbeit in der Geschäftsstelle Berlin künftig mehr Raum bekommt. Ich werde dabei vor allem Ansprechpartnerin für Auszubildende und junge Beschäftigte in den Betrieben sein. Aber auch Jugend- und Auszubildendenvertreter:innen können sich mit allen Fragen jederzeit an mich wenden.
Freddy: Zusätzlich werde ich einen besonderen Schwerpunkt auf die Studierendenarbeit legen. Dass wir die Jugendarbeit nun zu zweit machen, ist ein starkes Zeichen. Wir sehen ein großes Potenzial bei Auszubildenden und Studierenden und wollen sie künftig noch besser erreichen. Özge und ich kennen uns schon lange und freuen uns auch persönlich sehr, in Zukunft als Team arbeiten zu können.
Özge, du bist seit 2021 ehrenamtlich für die IG Metall aktiv. Es gibt so gut wie keine Funktion, die du noch nicht inne hattest. Kannst du das einmal zusammenfassen?
Özge: Ja, das stimmt. Ich war Mitglied im Ortsjugendausschuss und Teil des Leitungskollektivs des Bezirksjugendausschusses, außerdem im bundesweiten Jugendausschuss. Zuletzt war ich Mitglied im Ortsvorstand der IG Metall Berlin und Delegierte unserer Delegiertenversammlung.
Darüber hinaus war ich im bundesweiten Migrationsausschuss aktiv, JAV-Vorsitzende in meinem Ausbildungsbetrieb, habe als Jugendbildungsreferentin Seminare durchgeführt und am TikTok-Kanal IG Metallerinnen mitgearbeitet. Im vergangenen November durfte ich außerdem mit dem IG Metall Vorstand zum IndustriAll Global Congress nach Sydney reisen. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen (lacht).
Freddy, auch du warst schon lange ehrenamtlich aktiv. Wie bist du zur IG Metall gekommen und was hast du gemacht?
Freddy: Mein Einstieg war ein Praktikum im Jahr 2020. Danach habe ich mehrere Jahre mit sehr viel Leidenschaft die Berufsschultour begleitet, später auch die Referent:innenausbildung dafür auf Bezirksebene geleitet.
Ich war als Jugendbildungsreferent tätig und habe zahlreiche Seminare durchgeführt, war Mitglied im Ortsjugendausschuss und im Bezirksjugendausschuss, Delegierter in der Delegiertenversammlung und außerdem auf Studierenden-Jobmessen für die IG Metall unterwegs.
Welche Themen wollt ihr in eurer neuen Rolle besonders voranbringen?
Özge: Mir ist es ein persönliches Anliegen, Auszubildende mit Migrationshintergrund gezielt anzusprechen und für das Ehrenamt zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass wir Menschen mit unterschiedlichen familiären und kulturellen Hintergründen im Ehrenamt brauchen – das macht uns stärker. Außerdem war ich selbst Auszubildende und möchte eine verlässliche Ansprechperson sein, an die Azubis sich jederzeit wenden können.
Freddy: Gewerkschaften sind Studierenden am Anfang oft etwas fremd. Das habe ich selbst erlebt. Deshalb ist es mir besonders wichtig, Studierende für gewerkschaftliche Werte wie Solidarität und Gleichheit zu begeistern. Außerdem bin ich überzeugt, dass sowohl Auszubildende, als auch dual Studierende und Werkstudierende nicht als bloße Personalnummern behandelt werden dürfen. Alle haben ein Recht auf gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen. Deshalb stehe ich voll hinter dem IG Metall-Slogan “Das Beste für alle”. Außerdem ist mir wichtig, dass Studierende und Auszubildende nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Zum Schluss: Wollt ihr noch etwas Persönliches verraten? Was macht ihr in eurer Freizeit?
Freddy: Sonntags gibt es bei meiner Oma traditionell Kartoffelpuffer. Außerdem mache ich gerne Kampfsport, gehe ins Kino und auf Konzerte.
Özge: Ich gehe ebenfalls sehr gerne auf Konzerte – mein letztes war die Sido-Weihnachtsshow. Außerdem bin ich viel auf Social Media unterwegs, interessiere mich für Mode und Make-up und liebe Marvel-Filme.