Infinera

Sicherheitsrelevantes Wissen muss man schützen!

  • 06.02.2019
  • igm
  • Pressemitteilungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag Sicherheitsbedenken für die Beteiligung von Huawei an der 5G-Ausschreibung in Japan geäußert. Zuhause sieht die Bundesregierung jedoch derzeit zu, wenn Zukunftswissen verschwindet. Infinera in Berlin fertigt benötigte Systemlösungen für 5G-Datenautobahnen – doch das Unternehmen soll bald geschlossen werden. Die IG Metall Berlin fordert die Bundeskanzlerin daher auf, sich für den Infinera-Standort in Berlin einzusetzen.

„Die Bundesregierung muss ihre Hausaufgaben machen und sicherheitsrelevantes Know-how in zukunftsrelevanten Bereich wie zum Beispiel bei Datenautobahnen besser schützen“, sagt Birgit Dietze, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin. Jüngstes Negativ-Beispiel: Der Verkauf von Coriant an Infinera. Mit Coriant hat das kalifornische Unternehmen einen der wenigen Produktionsstandorte Europas erworben, an dem Beschäftigte die Hardware für die Datenautobahnen der Zukunft, für 5G und Breitband fertigen und die notwendige Software entwickeln und warten können.

Verlagert der Eigner die Fertigung wie geplant nach Fernost, hat das erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheitsstruktur. Denn Infinera in Berlin beliefert nicht nur Energie- und Telekommunikationsunternehmen, sondern auch sicherheitsrelevante Behörden. „Deutsche Behörden können in unserem Land die Sicherheit der Produkte und damit den sicheren Datenfluss durchsetzen, an ausländischen Standorten können sie das nicht“, erklärt Birgit Dietze. „Die Bundeskanzlerin sollte daher jetzt handeln, damit das Know-how in Deutschland bleibt.“ Mit den knapp 400 betroffenen Kolleginnen und Kollegen verschwindet nämlich zukünftig wichtiger werdendes Wissen über Fertigung, Wartung und Service. Das kann nicht im Sinne hiesiger Unternehmen und Behörden sein.

Für Rückfragen: Birgit Dietze, Erste Bevollmächtigte IG Metall Berlin, T. +49 170 3333 441


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