Der Tag der Arbeit in Berlin:

#SolidarischNichtAlleine!

  • 01.05.2020
  • Andrea Weingart, Klaus Murawski
  • Aktuelles, Senioren, Jugend, Betriebsräte/Vertrauensleute

Der 1. Mai der Gewerkschaften fand in diesem Jahr weitestgehend im Netz statt. Ab 11 Uhr waren auch viele Metallerinnen und Metaller beim Livestream des DGB dabei. Um 10 Uhr trafen sich die Spitzen der Berliner und Brandenburger Gewerkschaften zu einer symbolischen Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin. Für die IG Metall war Birgit Dietze, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin dabei. Der Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall hilet mit etwa 20 Personen vier Kundgebungen an verschiedenen Orten der Stadt ab.

Die Berliner Spitzen der DGB-Gewerkschaften trafen sich mit Corona-Abstand demonstrativ vor dem Brandenburger Tor

Für die IG Metall war Birgit Dietze, die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, bei der Foto-Aktion vor dem Brandenburger Tor dabei

Das IG Metall-Haus in Berlin-Kreuzberg war am 1. MI mit Bannern und Mai-Nelke geschmückt Fotos: Christian von Polentz

Der AK Internationalismus vor den Arbeitgebern...

... zu Themen wie Gesundheit und Abrüstung...

... und globale Solidarität

Auf der Straße zeigten die Gewerkschaften mit kleinen symbolischen Aktionen Präsenz. Funkspots auf drei Radiowellen und eine Sondersendung bei Radio Cottbus um 14 Uhr machten auf die Anliegen der Gewerkschaften aufmerksam. In mehr als zehn Orten in Berlin und Brandenburg sprühen Ehrenamtliche am 1. Mai und bereits am Vorabend mit roter Sprühkreide zum 1. Mai das Motto „Solidarisch ist man nicht allein!“ und weitere Motive, in den Berliner Bezirken Spandau, Mitte, Treptow-Köpenick und Neukölln.

Die Video-Botschaften der Berliner IG Metallerinnen und Metaller findet Ihr am Ende dieses Artikels. Das Berliner IG Metall-Haus war zum 1. Mai mit Bannern und der Mai-Nelke geschmückt.Auf Instagram haben junge Metallerinnen und Metaller ihre Botschaften zum 1. Mai geteilt. Dort finden sich alle Aktionen in den Story-Highlights.

Wegen der Corona-Pandemie fanden erstmals seit Gründung des DGB 1949 keine Demonstrationen und Kundgebungen in der Öffentlichkeit statt. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter demonstrierten dennoch ihre Geschlossenheit: digital in sozialen Netzwerken.

„Solidarisch ist man nicht alleine!“ sagten sich auch die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die der Einladung des IG Metall-Arbeitskreises Internationalismus zu einem Kundgebungsmarathon auf der Straße gefolgt ewaren. In kleiner Gruppe mit erlaubten 20 Personen, mit Mund-Nase Schutz und zwei Meter Abstand trafen sich die InternationalistInnen zu vier kleinen Kundgebungen an der ursprünglich geplanten DGB Demo-Route.

Kundgebungen gab es am Hackeschen Markt beim DGB-Bundesvorstand, vor der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände an der Breiten Straße, Ecke Mühlendamm, vor dem DB Tower am Potsdamer Platz und am Holocaust Mahnmal. 

Themen waren besserer Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und im Gesundheitswesen, Schutz vor Entlassungen nach der Kurzarbeit und gerechtere Besteuerung der Unternehmen, die Geschichte der deutschen Reichsbahn heute und vor 80 Jahren sowie Umweltschutz, Abrüstung und globale Solidarität.

Wohlwollend hat die Polizei zu den 20 Kundgebungsteilnehmer*innen auch zum Teil noch mal so viele Zuschauer*innen zugelassen. Weiter Informationen findet Ihr auf der Homepage vom IG Metall Arbeitskreis Internationalismus. In diesem Video von Ramon Zorn bekommt Ihr einen kleinen Eindruck der Kundgebungen.