TAKO, IG Metall, Enzelpersonen:

Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei Infinera wächst und wächst….

  • 24.01.2019
  • rk
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute, Infinera, Vertrauensleute

Die Ankündigung des US-Konzerns Infinera nur vier Monate nach der Übernahme, den gerade erworbenen Berliner Standort schließen und alle Beschäftigten entlassen zu wollen, stößt auf Widerstand bei Infinera Berlin – und auch in zahlreichen anderen IG Metall-Betrieben und ihren Beschäftigten. Am Mittwoch solidarisierten sich die 80 Mitglieder der IG Metall-Tarifkommissionen Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen (TAKO) mit den Infinera-Beschäftigten – gleichzeitig unterschreiben die Berlinerinnen und Berliner fleißig die jetzt gestartete Petition der IG Metall Berlin zum Erhalt des Standortes.

Jörg Wichert, Betriebsratsvorsitzender bei Infinera, zwischen Regina Katerndahl, der Zweiten Bevollmächtigten der IG Metall Berlin, und Oliver Höbel, dem Berzirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, sowie den TAKO-Mitgliedern

„Grüße die Berliner Kolleginnen und Kollegen und sage ihnen, dass die TAKO hinter ihnen steht und ihnen den Rücken stärkt.“ Als Olivier Höbel, Bezirksleiter des Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jörg Wichert, dem Betriebsratsvorsitzenden von Infinera, die Grüße ausrichtet, stellen sich kurz darauf alle TAKo-Mitglieder hinter ihn, einige legen ihm symbolisch die Hand auf den Rücken. Die TAKO – Betriebsräte, Vertrauensleute und Ehrenamtliche der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen – repräsentiert 162 Betriebe und damit viele tausend Beschäftigte des Bezirks, die eines sicher nicht wollen: Dass ein US-amerikanische Unternehmen sich einen Berliner Industriebetrieb einverleibt, um sich die 1.600 Patente und die Kundendatei zu sichern, die Beschäftigten aber in die Arbeitslosigkeit zu schicken.  

Gleichzeitig hat die IG Metall Berlin eine Petition für die Beschäftigten gestartet, in der sie Politik und Wirtschaft auffordert, sich für den Erhalt des Berliner Werkes einzusetzen: um die Arbeitsplätze zu erhalten, aber auch Infinera als einen der  wenigen europäischen Produktionsstandorte in Deutschland zu erhalten, der die Hardware für die Datenautobahnen der Zukunft, für 5G und Breitband, bauen kann. Zieht die Produktion wie geplant nach Fernost, gehen das gesamte Knowhow und ein erheblicher Teil der Sicherheitsarchitektur, die die Kolleginnen und Kollegen für öffentliche, private und besonders sicherheitsrelevante Kunden wie Behörden oder Bundeswehr fertigen, für immer verloren. Keine 15 Stunden nach Start der Petition hatten schon mehr als 750 Unterstützerinnen und Unterstützer die Petition unterschreiben.

Wer die Kolleginnen und Kollegen bei Infinera unterstützen möchte
•    Unterschreibt als Einzelperson hier die Petition
•    Unterschreibt als Betriebsratsgremium, Vertrauenskörper oder sonstige offizielle Gliederung hier die Solidaritätserklärung und sendet sie an die IG Metall Berlin

 


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