INDUSTRIEPOLITIK

Steuerungskreis Transformation der Berliner Industrie berät über aktuelle Herausforderungen

28.01.2026 | Die Mitglieder des Steuerungskreises Transformation der Berliner Industrie (SKIP) haben sich heute bei ihrer gemeinsamen Sitzung über die aktuelle Lage der Berliner Industrie ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen dabei die wirtschaftlichen Herausforderungen ebenso wie die Chancen der industriellen Transformation in der Hauptstadt.

Auf der Pressekonferenz ordnete Constantin Borchelt (ganz rechts), Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin, die Lage der Berliner Industrie ein - Foto: Constantin Gastmann

Am 28. Januar kam der Steuerungskreis Transformation der Berliner Industrie zu einer Sitzung zusammen - Foto: Senatskanzlei Berlin

Neben der IG Metall Berlin nahmen der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Senatsverwaltung, Kammern, der Arbeitsagentur und der Sozialpartner an der Sitzung des Steuerungskreises Transformation der Berliner Industrie (SKIP) teil.

Diskutiert wurden unter anderem die Bedeutung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, die notwendige Beschleunigung von Dekarbonisierungsvorhaben sowie der Aufbau und die Weiterentwicklung des Transformationsnetzwerks für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie in der Region Berlin-Brandenburg. Auch die Auswirkungen des terroristischen Anschlags auf das Stromnetz zu Jahresbeginn und dessen Folgen für die Berliner Wirtschaft waren Thema der Gespräche.

Constantin Borchelt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin, machte deutlich: „Die Lage der Industrie in Deutschland ist ernst. Für Berlin sehen wir im engeren Bereich der Metall- und Elektroindustrie aktuell den Abbau von etwas über 2.000 Arbeitsplätzen. Gleichzeitig gibt es gerade in Berlin gute Voraussetzungen für zukünftiges industrielles Wachstum, gerade in der Digitalwirtschaft und überall rund um das Thema Energie.“

Borchelt betonte außerdem die Verantwortung aller Beteiligten: „Die IG Metall hat bundesweit eine „Initiative für Arbeit und Aufschwung“ vorgeschlagen, eine Initiative von Politik, Arbeitgebern und Gewerkschaften. Die Substanz muss gesichert werden. Wir brauchen überall das gemeinsame, klare Bekenntnis zum Industriestandort und den Mut zu investieren, genauso wie den Mut, Regeln anzupassen, wo wir uns selbst schaden, beispielsweise indem wir bei öffentlicher Beschaffung oder Investitionen in die Infrastruktur „local content“ einfordern.“  

 

Hintergrund

Der Steuerungskreis Industriepolitik (SKIP) ist seit 2010 das industriepolitische Dialogformat des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Er bringt Senat, Kammern, Arbeitsagentur und Sozialpartner zusammen, begleitet die digitale und klimaneutrale Transformation der Wirtschaft und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Von: Annika Schwarze

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