Osram: Schöner Erfolg

Vorstand bekennt sich zur Ausbildung

  • 10.02.2017
  • rk
  • Aktuelles, Jugend

Mit Unterschriften, Protesten und guten Argumenten haben die Berliner Osram-Betriebsräte den Vorstandsvorsitzenden Olaf Berlien überzeugt. Statt die Zahl der Ausbildungsplätze wie geplant zu reduzieren, werden im September doch wieder sechs statt zwei Auszubildende beginnen können.

Osram wie die gesamte Industrie steht durch die Digitalisierung vor drastischen Änderungsprozessen.  Nach Außen wirbt das Unternehmen mit Lasertechnologie und Industrie 4.0. „Für all das Neue brauchen wir jedoch junge Fachkräfte, die wir optimal vorbereiten. Und das können wir selbst am besten", sagte der Berliner Betriebsratsvorsitzende Thomas Wetzel.

„Deshalb freuen wir uns, dass wir unseren Vorstand mit Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen davon überzeugen konnten, die Ausbildung am Berliner Standort zu erhalten und sich zur Zukunft unseres Standortes zu bekennen. Dies ist ein schöner Erfolg – der aber nur möglich wurde, weil Betriebsrat und Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) zusammen mit der IG Metall dagegen protestiert, eine Unterschriftenaktion eingeleitet und mit dem Vorstand für die Beibehaltung der Ausbildungsplätze argumentiert haben.

Die Pläne des Vorstandes hatten für 2017 vorgesehen, statt sechs neue Auszubildende nur noch zwei einzustellen und 2018 wollte der Vorstand gar eine Nullrunde einplanen. „Die Berliner Belegschaft möchte die Ausbildungsplätze erhalten, weil Ausbilden auch heißt, in die Zukunft zu investieren“, hatte der Betriebsratsvorsitzende Thomas Wetzel den Vorstand kritisiert. Auch Regina Katerndahl, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin hatte sich verwundert gezeigt: „Die weitere Reduzierung der Ausbildungsplätze am Berliner Standort ist ein absolut falsches Signal an die Belegschaft, denn die Kolleginnen und Kollegen fragen sich dann natürlich auch, ob damit das Ende des Standortes eingeläutet wurde.“ Nun hat der Vorstandsvorsitzende erneut ein Signal gesendet. Wir gratulieren Betriebsräten, Beschäftigten und dem JAV-Team zu diesem tollen Ergebnis.
 


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