MAN Betriebsversammlung

VW-Betriebsrat bestärkt Beschäftigte in Berlin

  • 08.12.2016
  • ab
  • Aktuelles

Gesamtbetriebsrat und MAN-Vorstand verhandeln diese Woche in Hamburg und nächste Woche in Berlin. Der Berliner Betriebsratsvorsitzende René Marx und sein Stellvertreter Silvio Weigelt sind direkt in die Verhandlungen eingebunden. Am Dienstag informierten sie die Berliner Beschäftigten über den Stand der Dinge.

MANer auf der Betriebsversammlung

Gunnar Kilian, Geschäftsführer des Betriebsrates von Volkswagen, sprach den Kolleginnen und Kollegen Mut zu.

Rund 500 Beschäftigte strömten in die Betriebsversammlung. Und sie quittierten die Ausführungen von Personalvorstand Wilfried von Rath mit Pfiffen und Buhrufen als der die tiefen Berliner Einschnitte als wirtschaftliche Notwendigkeit darstellte. Warum aber im besonders gut ausgelasteten Berliner Werk mit all den Kompetenzen und dem Know-how der Beschäftigten 317 Kolleginnen und Kollegen gehen sollen, das Werk zu einem Zuliefererbetrieb degradiert werden soll, darauf hatte er keine Antwort.

„Für uns als Betriebsrat in Berlin ist eines ganz klar, wir wollen, dass unser Standort als eigenständiges Kompressorenwerk erhalten bleibt. Die Expertise der Beschäftigten ist ein Herausstellungsmerkmal, das sowohl für Kompressoren, genauso aber auch für künftige komplexe Produkte eingesetzt werden kann", sagte René Marx.  Aus Wolfsburg war auch der Geschäftsführer des Betriebsrates von Volkswagen, Gunnar Kilian, nach Berlin gereist, um seine Solidarität mit den Beschäftigten und seine Unterstützung auszudrücken. „Für uns ist selbstverständlich, dass es – wie bei VW üblich – keine betriebsbedingten Kündigungen geben darf“, sagte Gunnar Kilian.

Er würdigte die vielfältigen Aktionen der Kolleginnen und Kollegen in Berlin und bekam starken, wertschätzenden Beifall. Diesen Widerstand hob auch Andreas Buchwald von der Berliner IG Metall hervor: „Mit Euren kraftvollen Aktionen und dem kollektiven Widerstand gegen die Pläne gebt Ihr Euren Betriebsräten den notwendigen Schub, um zu einem guten Ziel zu kommen.“

Am heutigen Donnerstag tagt die Verhandlungskommission in Hamburg, am 14. und 15. Dezember wird sie in Berlin verhandeln. Ergebnisse erwarten die Teilnehmenden nicht vor Januar oder Februar 2017.


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