MAN Diesel & Turbo

Weitere Verhandlungen im Januar – Eckpunktepapier verabschiedet

  • 15.12.2016
  • ab
  • Aktuelles

Gestern verhandelten MAN-Vorstand und Gesamtbetriebsrat in Reinickendorf über die Kürzungs- und Abbaupläne des Vorstandes. Viele Berliner Beschäftigte sammelten sich vor dem Verwaltungsgebäude von MAN, in dem die Kommissionen tagten. Sie fordern, dass der Standort als eigenständiges Werk erhalten bleibt.

Nachdem die Verhandlungskommissionen von Vorstand und Gesamtbetriebsrat vergangene Woche zwei Tage in Hamburg tagten, verhandelten die Gremien am gestrigen Mittwoch in Berlin.

„Natürlich wollen die Beschäftigten endlich wissen, wie es weitergeht, welche Produkte auch künftig in Berlin produziert werden, welche Abteilungen uns erhalten bleiben“, sagte René Marx, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der Verhandlungskommission. Wirkliche Ergebnisse gibt es jedoch noch nicht. In einem Eckpunktepapier einigten sich jedoch beide Seiten, bis Februar 2017 zu einem Ergebnis kommen zu wollen.

Um was wird verhandelt?  Im Mittelpunkt steht der Plan des Vorstandes mit dem bezeichnenden Namen Base Camp 3000+. Er sieht Einsparungen von 450 Millionen Euro vor, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Dem steht das Konzept des Gesamtbetriebsrats gegenüber, der Arbeitsplätze und Standorte erhalten will. Der GBR hatte dem Vorstand dieses Konzept vorgelegt, dem dieser bisher noch nicht zugestimmt hat.

„Wir haben uns nun darauf verständigt, Arbeitsgruppen in den einzelnen Standorten zu bilden, so wie wir es von Anfang an gefordert haben“, erklärte René Marx. Ziel ist es, die Vorstellungen des Betriebsrats anhand wirklicher Zahlen genauer gestalten zu können. In Berlin gehören dieser Arbeitsgruppe vier aus dem Management und drei Betriebsräte an. Und MAN stellt endlich die notwendigen Zahlen zur Verfügung, ohne die eine wirkliche Analyse nicht möglich ist.

Bei allen Einsparungen, für die Berliner Beschäftigten und den Betriebsrat ist auch ganz klar: „Wir wollen, dass unser Standort als eigenständiges Werk mit eigenen Produkten erhalten bleibt, denn sonst sehen wir für das Werk keine nachhaltige Zukunft“, sagte René Marx.


Drucken Drucken