Delegiertenversammlung der IG Metall Berlin

Wer hetzt, der fliegt

  • 12.09.2018
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Die Delegiertenversammlung der IG Metall Berlin setzte am Dienstag ein klares Zeichen: Wer gegen Menschen anderer Nationalität, Gesinnung oder anderen Glaubens hetzt, hat in unseren Reihen nichts zu suchen: Wer hetzt, der fliegt.

Klaus Abel spircht zu den Delegierten. Foto: Sylvia Hellwinkel.

„Da gibt es keine Entschuldigung“, stellte Klaus Abel, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall zu Beginn seines Geschäftsberichtes klar: „Wenn jemand mitläuft, wo der Hitlergruß gezeigt wird oder Menschen durch die Straßen gejagt werden, der fliegt raus.“

Für die IG Metall Berlin ist klar: „Wir werden uns denen entgegenzustellen, die zur Hetze gegen Menschen anderer Nationalität, Gesinnung oder anderen Glaubens aufrufen“, sagte Klaus Abel weiter. „Solche Hetzer haben keinen Platz in der IG Metall und im Betrieb: Wer hetzt, der fliegt! Wir stehen für Menschlichkeit und Solidarität – gegen Spaltung, Rassismus und Hass.“

Auch aus Berlin waren viele IG Metallerinnen und Metaller nach Chemnitz gereist, um ein Zeichen gegen die rechten Brandstifter zu setzen. Denn: Unsere Alternative heißt Solidarität.

Um den rechten Rattenfängern in den Betrieben klar entgegenzutreten, wird die IG Metall mit der Respekt!-Initiative ihre Grundwerte bundesweit verstärkt in die öffentliche Diskussion bringen. Dafür gibt es die Respekt!-Team-Ausrüstung: T-Shirts und Bälle für Fußballmannschaften, betriebliche Lauf- und Radsportgruppen, die so die IG Metall-Botschaft „Respekt spielt mit“ transportieren.

Weitere Themen der turnusmäßigen Delegiertenversammlung waren die neuen Auszubildenden, die die Delegierten herzlich in der IG Metall begrüßten, die Umsetzung der neuen Regelungen des Tarifvertrages  in den Berliner Betrieben, die positive Mitgliederentwicklung sowie die Seniorinnen und Senioren und ihr Beitrag zur IG Metall Berlin: Ramon Zorn zeigte den Delegierten sein Video über die Seniorenarbeit in der IG Metall. Predrag Savic Betriebsratsvorsitzender des Dynamowerks Berlin, bedankte sich bei den Delegierten für ihre Unterstützung beim Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze in den Berliner Betrieben. In den kommenden Wochen wird dann klar sein, ob und welcher Siemens-Standort Beschäftigung abbauen soll.


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