Tarifrunde M+E: Aktivenkonferenz 2.0

Mit dem Turbo in die Tarifrunde: Aktivenkonferenz 2.0

29.08.2022 | Die Tarifrunde hat längst begonnen: Die Arbeitgeber fordern Nullrunden und Verzicht. Die Inflation ist spürbar in jedem Geldbeutel. In Berlin laufen die Vorbereitungen schon seit März und jetzt starten wir am 16./17. September mit Aktiven aus den tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie den Turbo. Mit dabei: Jürgen Kerner aus dem Vorstand der IG Metall.

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Die Aktivenkonferenz 2.0 führt fort, was die rund 120 Aktiven im März begonnen haben. In Foren erhalten die Aktiven sehr praktische Tipps und Informationen zu den Tarif-Petitionen und betriebsnahen Warnstreiks. Am ersten Abend gibt es einen Vertrauensleute-Blitz vor Werkstoren in Berlin. Jürgen Kerner wird mit dabei sein.

„Die Tarifkommission der IG Metall hat mit 8 % Entgelterhöhung eine starke Forderung beschlossen. Unser Ziel in Berlin ist es, mit unseren Aktiven in den Betrieben dafür Mehrheiten zu erreichen. Jetzt braucht es Solidarität – wir müssen selbst für uns und
unsere Zukunft sorgen“, sagt Jan Otto, Geschäftsführer er IG Metall Berlin.

Wer bezahlt die Krise?
Um gute Tarifverträge durchzusetzen, braucht es vor allem viele Mitglieder in den Betrieben. Ein hoher Organisationsgrad ist der Garant für eine hohe Durchsetzungskraft. Und es braucht ein gemeinsames Verständnis davon, dass Trittbrettfahren lange Zeit vielleicht möglich war. 2022 geht es allerdings um die Zukunft der Sozialpartnerschaft. Wer bezahlt die Krise? Unsere Mitglieder oder die Unternehmen aus den zum Teil horrenden Gewinnen der letzten Jahre?

„Die Kernfrage der Gewerkschaftsarbeit ist doch: Es geht um den Interessensgegensatz zwischen Kapital und Arbeit. Und das sage ich nicht als linker Träumer, sondern als realpolitischer Mensch. Es geht um Umverteilung! Wenn wir als IG Metall es schaffen, diesen Grundgedanken wieder mit Leben zu füllen – dann mache ich mir um die Zukunft der IG Metall keine Sorgen. Aber nochmal: Der Beitritt in die IG Metall ist entscheidend. Und danach ist aktives Mitarbeiten angesagt. Es war nie wichtiger, starke und vor allem freie Gewerkschaften zu haben. Und die gemeinsame Gewerkschaftsarbeit wird durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Das macht uns unabhängig, aber das heißt auch: Nichts geht ohne Mitglieder!“, so Jan Otto.

Was genau erwartet die Aktiven?
Die Aktivenkonferenz 2.0 wird eine spannende, intensive Arbeitskonferenz. Die Aktiven, Vertrauensleute und Betriebsräte werden sich im aktiven Austausch befinden und erfahren alles über Tarif-Petitionen und betriebsnahe Warnstreiks: diese werden intensiv in der Tarifrunde angewendet. Der Freitagabend wird spannend, dann wird mit einem Vertrauensleute-Blitz gleich neu Erlerntes gemeinsam mit Jürgen Kerner vor Berliner Betrieben angewendet.

„Die soziale Frage und Freiheit, das ist es, was die IG Metall im Kern ihrer Arbeit zu bewegen hat. Und die Menschen, die sich in Krisen befinden – denen können wir einmal aktiv helfen – was wir auch tun – aber wir helfen ihnen auch, in dem wir für das, was wir stehen auch eintreten. Eine freie, demokratische Welt, in der die Menschen von ihrer Arbeit leben können und Gewinne nicht nur einigen wenigen zur Verfügung stehen. Ich kann mich an keine Tarifrunde der letzten 20 Jahre erinnern, in der das so sichtbar war. Gehen wir es an!“, so Jan Otto.

Gibt es noch Plätze? Wo können Interessierte sich melden?
Ja, es gibt noch einige Plätze – aber Achtung: Noch ist die Kapazität begrenzt, d.h. schnell sein hilft.
Bitte wendet Euch direkt an Eure Gewerkschaftssekretäre oder schickt uns eine E-Mail an Stefanie.Schwalbe(at)igmetall.de

Hier geht es zum Programm der Aktivenkonferenz 2.0 und zu einer Meldung zur Aktivenkonferenz im März.

 

Von: aw

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