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Pandemie-Arbeitsschutz und Mitbestimmung

Trotz der anhaltenden Corona-Krise wird in vielen Betrieben weiterhin gearbeitet und fahren viele Unternehmen ihre Aktivitäten wieder hoch. Der betriebliche Arbeitsschutz rückt an prominente Stelle: Das Bundesarbeitsministerium und die Berufsgenossenschaften vorne weg verlangen zu recht die Einführung wirksamer Pandemie-Arbeitsschutzmaßnahmen, da von ihnen entscheidend abhängt, ob das SARS-CoV-2-Virus sich über die Betriebe und die Kontakte der Beschäftigten in den Betrieben weiterverbreitet oder nicht. Davon hängt ab, ob die Beschäftigten gesund bleiben oder nicht. Dass es mit „Händewaschen“ nicht getan ist, hat sich herumgesprochen. Betriebsräte stellen aber fest, dass in vielen Betrieben nur halbherzig und sehr oft ohne ihre Beteiligung nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG über betriebliche Krisenstäbe ad hoc und geradezu panisch und unsystematisch agiert wird.

Dieses Seminar beschäftigt sich mit den arbeitsschutz- und mitbestimmungsrechtlichen Grundlagen, spitzt die aktuellen Fragen zu und gibt Antworten auf konkrete Fragen.

Aus dem Inhalt:

  • Rolle des BR und Reichweite des Mitbestimmungsrechts beim Pandemie Arbeitsschutz
  • Durchsetzung des Mitbestimmungsrechst und konkrete Schrittfolge
  • Grundlagen des Arbeitsschutzes nach dem ArbSchG (kurzer Überblick)
  • Biostoffverordnung: Verordnung mit Bedeutung in der jetzigen Situation?
  • Gefährdungsbeurteilung in „Pandemie-Zeiten“ – notwendig? Wir kann diese aussehen?
  • Typische organisatorische, personenbezogene und technische Maßnahmen
  • Unterweisung nach § 12 ArbSchG
  • Wirksamkeitskontrolle
  • Arbeitsschutzorganisation: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit einbinden
  • Bausteine einer denkbaren „Pandemie-Arbeitsschutz-BV“
  • Aktuelle Rechtsprechung: Unterlassungsansprüche des BR, wenn der Arbeitgeber keine und/oder zu wenig Maßnahmen ergreift?
  • Nach der Pandemie ist vor der Pandemie: Vorsorgliche Pandemie-BV für zukünftige Ereignisse

Referent: Damiano Valgolio, Fachanwalt für Arbeitsrecht, dka-Rechtsanwälte

Teilnahmekosten: 150 € + gesetzliche MwSt.

Freistellung: § 37.6 BetrVG

Anmeldung bitte per Mail an:  aulblndon't want spam(at)igmetall.de

Die Teilnahme ist von einem beliebigen Ort (Home-Office oder Büro) möglich. Benötigt werden dafür ein Laptop/PC mit Internetzugang und ggf. Headset. Kamera und Mikrofon des Laptops reichen aber auch aus. Die Referentin wird die gesamte Zeit live mit den Teilnehmenden per Bild und Ton verbunden sein und die vorgesehenen Themen vermitteln. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, Fragen per Tastatureingabe zu stellen oder eine Wortmeldung anzuzeigen und sich für einen verbalen Beitrag freischalten zu lassen.

Veranstalter:
ARBEIT UND LEBEN e.V. im IG Metall-Haus  
Datum:
Donnerstag, 04. Juni 2020
Beginn:
12:30 Uhr
Ende:
15:45 Uhr