Am 25. Oktober im Alwin-Brandes-Saal

5. Seniorenkonferenz des DGB Berlin-Brandenburg

  • 29.10.2018
  • rz
  • Senioren

Am 25. Oktober.2018 fand die 5. Seniorenkonferenz des DGB-Berlin-Brandenburg im Alwin-Brandes-Saal der IG Metall statt. Themen der Konferenz: die Situation in der Pflege sowie juristische und medizinische Aspekte bei der Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Seniorenvertreter aus allen DGB-Gewerkschaften waren anwesend. Wir wurden zunächst von Winfried Lätsch, Vorsitzender des Bezirksseniorenausschusses des DGB, und von Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg begrüßt.

Barbara König, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung referierte über die aktuelle Situation der ambulanten und stationären Pflege in Berlin. Sie unterstützte die Forderungen des DGB zu Verbesserung der Situation in der Pflege und kritisierte, dass es zwar einen Stahlgipfel gab, aber niemand auf die Idee komme, einen Pflegegipfel zu organisieren. Die explodierenden Immobilienpreise machen inzwischen auch nicht mehr vor Pflegeeinrichtungen halt. So sollen am Hackeschen Markt Senioren aus ihrer Residenz gedrängt werden, weil das Haus zum Spekulationsobjekt gemacht werden soll.
Noch deutlicher wurde anschließend Ingeborg Simon von der Volkssolidarität. Sie sprach sich gegen eine Deprofessionalisierung in der Pflege aus. Pflege kann eben nicht jeder. Allerdings kritisierte sie auch die Gewerkschaftsvertreter in den Selbstverwaltungsorganen der Krankenkassen. Diese würde sich gegen Verschlechterungen nicht genügend zur Wehr setzen. Sie forderte eine Vollversicherung in der Pflege und eine Abschaffung der Privatisierung.
Kristina Gude (Anwältin und Notarin) und Philip Petri (Arzt) sprachen dann über verschiedene Aspekte und Probleme bei der Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.
Insgesamt war es eine sehr informative Veranstaltung mit regen Diskussionen.
Günter Triebe


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