#WIRSINDMEHR

Berliner Metallerinnen und Metaller zeigen in Chemnitz Flagge

  • 04.09.2018
  • jh
  • Aktuelles, Bildergalerie, Senioren, Jugend, Betriebsräte/Vertrauensleute

Unter dem Motto „Wir sind mehr“ versammelten sich am Montag rund 65.000 Antifaschist*innen in Chemnitz, wo es in der Woche zuvor zu Protesten aufgrund eines tödlichen Angriffs kam. Unter den vielen angereisten Metallerinnen und Metallern waren auch einige Berliner.

Über einhundert IG Metall- Mitglieder aus ganz Deutschland feierten und protestierten gegen die Nazihetze in Chemnitz

„Es war ein tolles Gefühl, in dieser Menge von 65.000 Menschen zu stehen und gemeinsam ein Zeichen zu setzen“, sagt Jakob Heidenreich, Student und Mitglied des Ortsjugendausschusses der IG Metall Berlin. „Ich war überwältigt, dass so viele Menschen gekommen sind und vor allem so viele Kolleginnen und Kollegen der IG Metall. Damit haben wir gezeigt, wo wir als Gewerkschaft stehen.“

Viele IG Metall- Mitglieder aus ganz Deutschland waren zu dem Konzert gereist, auf dem Bands wie die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, Kraftklub und einige weitere auftraten und das vor allem auch einen politischen Charakter hatte. Der Slogan der Veranstaltung #WIRSINDMEHR war auch an Gebäuden der IG Metall wie dem Haus in der Alten Jakobstraße oder dem Bildungszentrum am Pichelssee zu sehen. Das zeigt, wie stark die IG Metall mit dem Thema Antirassismus verbunden ist.

„Es war schön, so viele bekannte und auch unbekannte Gesichter aus der IG Metall zu sehen! Viele Kolleg*innen hatten rote oder bunte Fahnen dabei und so waren wir auch nach außen hin als Block gut erkennbar“, so Jakob. Den Initiator*innen der Veranstaltung ging es unter dem Motto „Wir sind mehr“ darum, zu zeigen, dass die rechten und rechtsextremen Gruppierungen, die sich in der vergangenen Woche in Chemnitz versammelt hatten, nicht in der Mehrheit sind. Diese Gruppierungen wollten auf den Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz aufmerksam machen.

Ein solches Konzert ist keine Lösung für die politischen Spannungen in einigen Teilen Deutschlands. Aber es ist ein starkes Zeichen dafür, dass der größere Teil der Bevölkerung Fremdenfeindlichkeit nicht duldet, sondern sich dagegen auflehnt.

 


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