Delegiertenversammlung der Berliner IG Metall

Solidarität ist unsere Stärke

  • 14.06.2017
  • ka
  • Aktuelles, Senioren, Betriebsräte/Vertrauensleute

Der Wert einer Gewerkschaft zeigt sich gerade in Krisensituationen. Die Beschäftigten von Hasse & Wrede sowie KB PowerTech können davon ein Lied singen. Auf der Versammlung am 13. Juni diskutierten die Delegierten über den Steinzeitkapitalismus des Knorr Bremse-Konzerns. Und sie analysierten die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung und sprachen über das Rentenmodell der IG Metall, das Kathrin Mohr vom IG Metall-Vorstand vorstellte.

Der Wert der IG Metall als solidarische Organisation zeigt sich gerade bei Konflikten wie sie aktuell bei Knorr Bremse stattfinden. „Die Metallerinnen und Metall haben mit ihrer bundesweiten Solidarität eine große Wirkung auch in die Öffentlichkeit und Politik erzeugt und damit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort den Rücken in dieser herausfordernden Auseinandersetzung gestärkt“, sagte Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin. Mit seinen Worten dankte Klaus Abel den Berliner Delegierten für ihre große Unterstützung, die sie den Kolleginnen und Kollegen der Berliner Knorr-Bremse Töchter KB Powertech und Hasse & Wrede haben zukommen lassen. Michael Steinhoff, Betriebsratsvorsitzender von KB Powertech und Andreas Buchwald, der zuständige Gewerkschaftssekretär berichteten über die aktuelle Situation auf der sechsten Delegiertenversammlung dieser Wahlperiode.

Weitere Themen waren die Beschäftigtenbefragung und die Mitgliederentwicklung. So haben über 15.000 Beschäftigte in Berlin an der Befragung teilgenommen, mehr als die Hälfte davon ist kein Mitglied. Damit aber liegt nun der Ball im Feld der Metallerinnen und Metaller; eine bessere Vorlage für die Mitgliederwerbung kann es kaum geben. Mitglieder zu werben ist nicht erst seit heute ein Gebot der Stunde. Besonders erfolgreich waren in den tarifgebundenen Industriebetrieben 2017 die Betriebsräte und Vertrauensleute des BMW-Werkes. Gratulation!

Kathrin Mohr vom Vorstand der IG Metall in Franfkurt stellte den Delegierten das Rentenkonzept der IG Metall vor. Sie kritisierte den Paradigmenwechsel von der Lebensstandardsicherung hin zur Beitragssatzstabilität. Darüber entsteht jedoch gerade bei Geringverdienenden eine Versorgungslücke, die auch die Riesterrente nicht ausfüllen kann. Deshalb fordert die IG Metall einen Strategiewechsel in der Rentenpolitik hin zu einer gesetzlichen Rente mit Niveau.

Am Ende brachte der Arbeitskreis der Seniorinnen und Senioren einen Antrag ein, die Kampagne für eine solidarische und paritätische Finanzierung von Kranken- und Rentenversicherung fortzuführen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.




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