IG Metall: Wählerwillen umsetzen

Transformation der Industrie muss Chefsache bleiben

  • 13.10.2021
  • igm
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Die IG Metall Berlin erwartet, dass in den Koalitionsverhandlungen der Wählerwille umgesetzt wird, sich die künftige Koalition zum Wirtschaftsstandort Berlin bekennt und die industrielle Transformation Chefsache bleibt. Die Wohnungsnot muss effektiver bekämpft werden – aber nicht auf Kosten von Industrieflächen in der Stadt.

In den Koalitionsverhandlungen müssen die Parteien den Wählerwillen umsetzen. Diese Forderung hat der Ortsvorstand der IG Metall Berlin am gestrigen Dienstagabend beschlossen. „Wir werden genau hinschauen, was die Koalitionen in Sachen Industriepolitik aushandeln und die Parteien daran messen, was sie für den Standort Berlin vereinbaren“, sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin.

Für die Industriegewerkschaft sind dabei einige Kernpunkte essenziell. Die Koalitionäre müssen sich klar zum Industriestandort Berlin bekennen. Dabei soll sich Berlin zu einem Leuchtturm in Sache Transformation entwickeln können. „Die Transformation muss Chefsache bleiben, die erfolgreiche Zusammenarbeit von Senat, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften im Rahmen des Industriegipfels fortgeführt werden“, sagt Jan Otto. Weiterhin sollte der Steuerungskreis Industriepolitik in einen Beirat Transformation umgewandelt werden, regt der Erste Bevollmächtigte an.

Ferner fordert die IG Metall mehr Tempo, um die Wohnungsnot in der Stadt zu bekämpfen. Eine sozialere Wohnungspolitik darf jedoch nicht auf Kosten von bislang vorgehaltenen Industrieflächen geschehen. „Die Industrie muss innerhalb der Stadtgrenzen gedeihen können. Denn mit der Wertschöpfung entstehen enorm wichtige Arbeitsplätze für die wachsende Stadt“, sagt Jan Otto.

Welche Forderungen die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die IG Metall Berlin an die zukünftige Berliner Regierung richten, werden sie gemeinsam auf einer digitalen Pressekonferenz am 19. Oktober, 13 Uhr erläutern. Eine Einladung dazu folgt.

Für Rückfragen: Jan Otto, Tel.: 0160 533 10 75