Osram Berlin

Berliner IG Metall begrüßt Zukunftskonzept

  • 26.07.2017
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Betriebsräte, IG Metall und der Osram-Vorstand haben ein Eckpunktepapier verabschiedet, das den Standort und seine 800 Beschäftigten absichert. Zudem wird Osram ein Kompetenzzentrum für optische Abstands- und Geschwindigkeitserkennung aufbauen, um sich auf dem Zukunftsmarkt des autonomen Fahrens zu positionieren.

Vlnr: DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann, Irene Schulz, Vorstandsmitglied der IG Metall, Petra Reinbold-Knape, geschäftsführendes Hauptvorstandsmitglied der IGBCE sowie die Vorsitzende der GEW, Marlis Tepe.

Reiner Hoffmann und Irene Schulz im Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzender bei Osram, Thomas Wetzel. (c) Christian von Polentz/transitfoto.de

Nach längeren Verhandlungen konnten die Betriebsräte und die IG Metall gestern zur Aufsichtsratssitzung ein Eckpunktepapier zur Zukunft der deutschen Fertigungsstandorte mit dem Vorstand vereinbaren. Vorausgegangen war eine Überprüfung aller Produktionskapazitäten weltweit durch den Vorstand. „Für den Standort Berlin mit seinen 800 Beschäftigten wurden nun im Eckpunktepapier Verabredungen getroffen, die endlich Antworten auf unsere seit langem gestellten Fragen zur Zukunft des Berliner Standortes enthalten“, begrüßt Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall die Vereinbarung.

„Festgehalten wurde in den Eckpunkten mit dem Vorstand, dass Berlin Entwicklungs- und Produktionsstandort bleibt. Das beinhaltet die Errichtung eines globalen OSRAM-Kompetenzzentrums für LIDAR (Light Detection and Ranging), der Zukunftstechnologie für autonomes oder teilautonomes Fahren zur optischen Abstands und Geschwindigkeitserkennung. Neben dem Ausbau der Laser-Produktion am Standort erfolgt der Aufbau eines Entwicklungszentrums für Software und Innovation. Das ist ein wichtiger Erfolg für unsere Kolleginnen und Kollegen und für die Zukunft von OSRAM in Berlin!“ erklärt der Betriebsratsvorsitzende Thomas Wetzel.

Diese Aktivitäten zur Transformation des Standorts in Richtung Zukunftstechnologien können das rückläufige traditionelle Geschäft kompensieren und eröffnet damit große Chancen. Weitere beschäftigungswirksame Effekte aus der Entwicklung der Zukunftstechnologien nach 2020 sind möglich und werden dann weiter gemeinsam beraten. „Osram entwickelt sich zu einem Hightech- Unternehmen für digitale Lichtlösungen. Das Zukunftskonzept ist eine gute Grundlage, um die Transformation im Interesse der Beschäftigten zu gestalten", stellt Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und Mitglied im Osram Aufsichtsrat hierzu fest.


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