Ehrenamtliche Richterinnen und Richter

Richterfeier 2018 der IG Metall Berlin

  • 25.01.2018
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  • Aktuelles, Bildergalerie

Die IG Metall hatte am 24. Januar zur Richterfeier ins Haus am Lützowplatz eingeladen – inzwischen eine gute und beliebte Tradition. Mit dieser Feier dankte die IG Metall ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern in der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit für ihr Engagement. Als Gäste mit dabei: Berufsrichterinnen und –richter, Juristinnen und Juristen aus der Rechtsberatung der IG Metall Berlin und dem Bezirk sowie des DGB.

Klaus Abel. Fotograf: Christian von Polentz / transitfoto.de

„Ich danke Euch für Eure gute Arbeit“, sagte Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin und berichtete den Anwesenden ehrenamtlichen Juristinnen und Richtern über die positiven Entwicklungen. Dazu gehört der positive Trend bei den Mitgliedern. Ferner sei es gelungen, bedrohte Arbeitsplätze in Berlin zu halten. Die kraftvollen Warnstreiks wertete Abel ebenfalls als erfolgreiches Signal an die Arbeitgeber in der Tarifrunde. „Auf der anderen Seite stehen wir auch vor Herausforderungen. Dazu gehören die Pläne der Vorstände von GE, Ledvance und Siemens, die massiv Arbeitsplätze in unserer Stadt abbauen wollen“, sagte Abel.

Gesprochen hat auch Dr. Martin Fenski, Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg. Er würdigte die hohe Kompetenz der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter und dankte ihnen für ihre Arbeit. Daneben äußerte er sich auch sehr nachdenklich zu gesellschaftlichen Entwicklungen, zum Beispiel Prozesse der Entsolidarisierung sowie den Rechtspopulismus.

Hausherr Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann, Vorstand des Hauses am Lützowplatz, hatte alle Gäste willkommen geheißen. Er informierte die Anwesenden über die Geschichte seines Hauses und erzählte über die aktuelle Ausstellung „Der schwarze Hund trägt bunt“, die bis zum 8. April 2018 Werke des Malers Eckart Hahn präsentiert.

Die Klezmergruppe Forszpil um Prof. Dr. Henner Wolter untermalten den Abend.

Zum Hintergrund: Ehrenamtliche Richterinnen und Richter in Berlin
Aktuell kommen 139 ehrenamtliche Richterinnen und Richter in der Berliner Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit aus dem Organisationsbereich der IG Metall. Viele von ihnen sind aktive Betriebsräte und -rätinnen, die mit dem Arbeits- und Sozialrecht vertraut sind. Sie vertreten vor Gericht die Arbeitnehmerseite und wirken bei den Entscheidungen der Kammer und haben gleichen Rechte wie Berufsrichterinnen und –richter. Damit kommt ihnen eine besondere Bedeutung in der Arbeitsgerichtsbarkeit zu, denn sie können einiges bewegen. Eine gute Beschreibung ihrer Arbeit gibt es auf den Internetseiten des Landesarbeitsgerichts.


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