Uschi Belke geht in den Ruhestand

Abschied nach 19 Jahren in der Berliner IG Metall-Geschäftsstelle

  • 06.02.2020
  • Regina Katerndahl
  • Aktuelles

19 Jahre hat Uschi Belke für die IG Metall Berlin Mitglieder betreut. Am 31. Januar 2020 war ihr letzter Arbeitstag. An diesem Tag bestieg sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen den Partybus Stardust 2, gondelte durch ihre Heimatstadt und feierte ihren Abschied wie sie es sich gewünscht hatte.

Uschi Belke geht nach 19 Jahre bei der IG Metall Berlin in den Ruhestand.

Uschi nimmt Abschied. (Foto privat)

Seit dem 1. Februar 2020 hat Anastasia Hesse die Mitgliederbetreuung übernommen. Foto: Christian von Polentz / transitfoto.de

„Ich werde erst einmal relaxen und viele meiner Freundinnen und Freunde sehen, weil ich endlich Zeit habe“, sagt Uschi Belke. Seit Dezember 2001 hatte sie bei der IG Metall Berlin im Mitgliederservice gearbeitet und in fast 20 Jahren den technischen Fortschritt erlebt, der auch die Ansprache der Mitglieder verändert hat.

Die Mitgliederbetreuung ist für die IG Metall Berlin immens wichtig. „Deshalb war es für uns sehr gut, dass Uschi mit ihrem zupackenden Wesen und ihrer Genauigkeit an der richtigen Stelle gesessen hat“, sagt Birgit Dietze, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Berlin.
Mitgliederservice bedeutete für Uschi Belke, Fragen rund um die Beiträge zu beantworten und die anfragenden Mitglieder kompetent, freundlich und zügig zu beraten.

Darüber hinaus hatte sie immer wieder das Vergnügen, Wandergesellen aus unterschiedlichen Gewerken begrüßen zu dürfen. „Die sagten dann ihr Sprüchlein auf, klopften mit dem Wanderstock auf den Boden und dann gab es gegen Vorlage des Gesellenbuches zehn Euro auf die Hand“, sagt sie. Uschi Belke hat ihnen noch einen Stempel ins Gesellenbuch gedrückt, dann waren die Gesellen wieder auf Wanderschaft. „Es ist eine schöne Tradition, die wir hier immer gepflegt haben. Nur einen schönen Stempel haben wir leider nie in Auftrag gegeben“, erinnert sie sich.

Über ihre 19 Jahre bei der IG Metall sagt sie: „Ich habe gerne hier gearbeitet. Und es war ein gutes Miteinander unter uns.“ Jetzt wird sie aber nicht nur Freundinnen und Freunde treffen, sondern sich auch einen PC einrichten.

Die Abschiedsfahrt mit dem Partybus Stardust 2 hatte sie sich gewünscht. Der Bus hat Platz für 40 Gäste. Drei Stunden kurvte er durch die Stadt. Gesehen hat sie davon nur wenig. Dafür hat sie mit ihren nun ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gefeiert. Die Stadt kennt sie ja ohnehin aus der Westentasche.

In Berlin geboren zog ihren Eltern ins schwäbische Heilbronn, weil der Vater dort bei AEG arbeiten konnte. Als junges Mädchen war das OK, als junge Frau nicht mehr. Die Berlinerin zog es wieder nach Berlin. Hier sattelte sie einen Sekretärinnenausbildung auf ihre Großhandelslehre drauf, arbeitete hier und da und machte nach einigen Stationen bei der IG Metall Berlin fest. Ein Leben außerhalb der Großstadt wäre auch heute nichts für sie, denn sie liebt die kulturelle Vielfalt, die Berlin ihr bietet – Opernbesuche inklusive.

Wir danken Uschi für ihre langjährige Arbeit und wünschen ihr das Beste für ihr neues Leben!

Den vakanten Mitgliederbereich hat nun Anastasia Hesse übernommen. „Die Aufgaben sind sehr vielfältig und ich schätze den direkten Kontakt mit unseren Mitgliedern“, sagt sie.

 


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