Innovative Industriepolitik für eine Stadt der Arbeit

Berliner Industriegewerkschaften und Betriebsräte trafen sich mit Stadtentwicklungssenator Michael Müller

  • 10.10.2014
  • ka
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Berlin - Stadtentwicklungssenator Michael Müller und Berliner Industriegewerkschaften setzen sich gemeinsam für eine Weiterentwicklung der Berliner Industriepolitik ein. Das vereinbarten heute Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter IG Metall Berlin, DGB-Vize Christian Hoßbach und Senator Michael Müller in einem Gespräch mit Betriebsratsvorsitzenden von Siemens, Bayer, Daimler und BMW. Der Austausch soll fortgesetzt werden.

v.l.n.r.: Yücsel Karaaslan, Christian Hoßbach, Michael Müller, Klaus Abel, Günter Augustat, Wolfgang Walter, Ute Hass, Volker Schmidt

Gewerkschaften und Senat wollen sich gemeinsamen dafür einsetzen, Zukunftstechnologien für die Bereiche Energie, Verkehr, Arbeiten und Wohnen zu entwickeln und anzuwenden, um die führende Smart City Europas zu werden. Dabei spielt die Nachnutzung des Flughafens Tegel eine herausragende Rolle. Dort können Technologien entwickelt und produziert werden und letztlich auch neue Arbeitsplätze entstehen.

Klaus Abel: „Wir haben in Berlin eine solide industrielle Basis, weil wir wichtige Industrien in der Stadt haben. So den Fahrzeugbau mit mehreren tausend Beschäftigten. Wenn wir über die Zukunft reden, hat die weitere Entwicklung der Berliner energietechnischen Industrie hohe Bedeutung. In ihr sehen wir ein Alleinstellungsmerkmal im europäischen Kontext. Vor diesem Hintergrund brauchen wir industriepolitische Projekte wie Tegel oder den infrastrukturellen Ausbau der Stadt zu einer Smart City. Wenn wir wesentlich effizienter als bisher die Industriebetriebe mit den Hochschulen zusammenbringen, werden wir das Wachstum der Berliner Zukunftsindustrien enorm voranbringen. Entsprechend größer wird das Steueraufkommen und das eröffnet der Politik Gestaltungsspielräume für eine dynamische und vor allem soziale Stadtentwicklung.“

Christian Hoßbach: „Industriepolitik bleibt das strukturpolitische Thema Nummer Eins in Berlin, und damit auch ein zentrales Thema der Stadtentwicklung. Zu dem Ziel haben sich alle bekannt, jetzt kommt es darauf an, nicht nachzulassen und zu echten Verbesserungen von Innovationsstrukturen, bei Ausbildungsplätzen und vielem mehr zu kommen.“

Michael Müller: „Mir ist völlig klar, dass ein Strukturthema wie Industriepolitik mit sehr langem Atem verfolgt werden muss. Es wird Priorität behalten. Der Steuerungskreis Industriepolitik beim Regierenden Bürgermeister ist das Flaggschiff unserer gemeinsamen Aktivitäten. Für die nächsten zwei Jahre sehe ich wichtige Themenschwerpunkte bei der industriepolitisch ausgerichteten Nachnutzung von Tegel und bei der Entwicklung hin zu einer ‚Smart City‘. Es gibt Regionen in Deutschland, in denen Vollbeschäftigung möglich ist. Diesen Anspruch müssen auch wir haben: Berlin muss eine Stadt der Arbeit werden.“

 


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