Pressemitteilung vom 12. September 2014

Gedenktafel für NS-Widerstandsgruppe bei Askania - Termin: Samstag, 13. September um 15 Uhr in Berlin-Mariendorf

  • 12.09.2014
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Die „Initiative zur Erinnerung an den Arbeiterwiderstand gegen das NS-Regime“ wird am Samstag, 13. September, um 15 Uhr am ehemaligen Transformatorenhaus der Askania Werke AG in Berlin-Mariendorf, Großbeerenstraße 2, eine Gedenktafel zur Erinnerung an eine der größten Berliner Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime enthüllen.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Bezirksamt und der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg und von der Berliner IG Metall.

Die Askania Werke AG, heute bekannt als Uhrenhersteller, war in der NS-Zeit ein großes Rüstungsunternehmen. Bis zu 24.000 Beschäftigte, darunter circa 7.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, fertigten Bordinstrumente und Uhren, insbesondere für die Luftwaffe. Im Unternehmen war eine der größten Berliner Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime aktiv, half Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, hielt untereinander und mit anderen Widerstandsgruppen Kontakt und leistete unter Lebensgefahr offenen und verdeckten Widerstand. 1944 wurden 26 von ihnen von der Gestapo verhaftet, gefoltert und in zwei großen Prozessen vor dem Volksgerichtshof verurteilt. Sieben bezahlten für ihren Widerstand mit dem Leben.

Die Veranstaltung am Samstag wird eröffnet von Jutta Kaddatz, Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport. Die Gedenkrede hält Arno Hager, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin. Ihm folgt Bärbel Schindler-Saefkow, die für die Initiative zur Errichtung der Gedenktafel spricht. Die Gedenktafel wird eingeweiht von Helmut Hirsch, Sohn des NS-Widerstandskämpfers Paul Hirsch.

Im Anschluss findet eine Führung mit der Historikerin Annette Neumann durch das frühere Betriebsgelände der Askania Werke statt, begleitet von Schülerinnen und Schülern der Rudolf-Hildebrand Schule.

Für Rückfragen: Arno Hager, Tel. 0170 3333-387.

 


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