Osram-Aktionstag - Mit Berichterstattung

Rund 500 Beschäftigte sagen Nein zum Stellenabbau bei Osram

  • 22.09.2014
  • aw
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Berlin – Vor dem Werkstor versammelten sich rund 500 Beschäftigte von Osram und Unterstützer, um eine Zukunftsperspektive statt Dauer-Restrukturierung zu fordern. Arbeitssenatorin Dilek Kolat unterstützte die Beschäftigten zu Beginn der Kundgebung mit einer Rede.

Fotos: Christian von Polentz/ transitfoto.de

Letztes Foto: IG Metall

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Die Osram-Beschäftigten bestärkten am Montagmittag zum Schichtwechsel oder in ihrer Mittagspause vor dem Werkstor von Osram in der Nonnendammallee, ihre Forderungen nach Investitionen und Innovationen für den Standort und machten klar, dass sie für ihre Arbeitsplätze kämpfen werden.

„In den letzten Jahren sind über 1 Milliarde Euro in die Vernichtung der Arbeitsplätze geflossen, dagegen nur wenige Millionen in die Entwicklung vorhandener Produktideen. Das ist ein nicht hinzunehmender Skandal“, empört sich Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter IG Metall Berlin. „Wir fordern den Vorstand von Osram auf, den technologischen Wandel auf dem Lichtmarkt mit den Beschäftigten zu gestalten.“

Kolleginnen und Kollegen der umliegenden Siemensbetriebe bekundeten ihre Solidarität. Olaf Bolduan, Aufsichtsratsmitglied im Siemens Vorstand und Sprecher der Berliner Siemensbetriebsratsvorsitzenden, sprach den Kolleginnen und Kollegen die Solidarität aus.

„Wir sagen: Geiz ist geil, wenn es um unsere Arbeitsplätze geht“, sagte Wolfgang Walter, Betriebsratsvorsitzender des Siemens Messgerätewerks. „Herr Dehen, wir geben unsere Arbeitsplätze nicht einfach her – wir haben keine Arbeitsplätze zu verschenken.“  

Solidarisch zeigten sich auch Kolleginnen und Kollegen, die an der „Bundesweiten Branchentagung der Lampen- und Leuchtenindustrie“ teilnahmen. Erich Bullmann, Betriebsrat bei Trilux und Marko Jansen, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender von Philips überbrachten eine Solidaritätserklärung. Die von der IG Metall veranstaltete Branchentagung findet in Potsdam statt und repräsentiert bundesweit 30.000 Beschäftigte.

Bundesweit sind am Montagmittag die Beschäftigten von Osram auf den Beinen, um ihren Unmut über den geplanten Stellenabbau von 1800 Stellen zu zeigen. In Augsburg reisten zu einem Demonstrationszug und einer Kundgebung auch Osram-Beschäftigte von anderen Standorten an. Die IG Metall rechnete alleine in Augsburg mit 1600 Teilnehmern. Parallel berät am Montag auch der Aufsichtsrat des Unternehmens in Augsburg.

„Wir werden mit Protestaktionen unseren Willen deutlich machen, dass die Unternehmensleitung mit uns über Alternativen zu dem geplanten Stellenabbau verhandelt“, sagte Andreas Felgendreher, Betriebsratsvorsitzender Osram Berlin auf der Berliner Kundgebung.

Der Standort Berlin gehört zu den größten Fertigungsstandorten in Deutschland,  ist eine der weltweit modernsten Fertigungsstätten mit höchsten Qualitätsstandards und ist Kompetenzzentrum für Hochdruckentladungslampen. Darüber hinaus werden am Berliner Standort sehr erfolgreich spezielle Autoleuchten (XENARC) für gehobene Mittelklassewagen hergestellt. Berlin ist Pilotbetrieb für Industrie 4.0.

Abendschau, 22. September 2014, 19.30 Uhr

rbb-online, 22. September

Berliner Zeitung, 22. September 2014

B.Z. Berlin, 22.09.2014

www.facebook.de/igmetall

Der Tagesspiegel, 22. September 2014

Berliner Kurier, 22. September 2014


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