Video zur ersten Warnstreikwoche in Berlin

Berliner Warnstreiks in bewegten Bildern

  • 14.01.2018
  • igm
  • Aktuelles, Video, Betriebsräte/Vertrauensleute, Tarif 2018

Allein in Berlin haben sich rund 4.200 Beschäftigte aus 25 Betrieben an den Warnstreiks der IG Metall beteiligt. Bundesweit demonstrierten 340.000 Metallerinnen und Metaller für ihre Forderungen. Das Videoteam der Berliner IG Metall hat die Stimmungen an den unterschiedlichen Tagen eingefangen.

Mal mit Trommeln, mal mit Weckern – die 4.200 Beschäftigten aus 25 Berliner Betrieben waren einmal mehr sehr kreativ bei ihren Aktionen. Sie haben die Warnstreikwoche kraftvoll, aber auch mit dem entsprechendem Spaß getragen. „Ich bin sehr stolz auf die Kolleginnen und Kollegen, dass sie nicht nur bei Sonne, sondern auch ungemütlichem Regenwetter unsere Warnstreiks gestaltet haben“, sagte Klaus Abel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall. Damit hatten die Berlinerinnen und Berliner ihren Anteil an den bundesweit eindrucksvollen Aktionen.

Beschäftigte demonstrieren bundesweit
„340.000 Warnstreikende haben in den vergangenen Tagen eindrucksvoll gezeigt, dass sie sich mit dem mickrigen Angebot und der starren Haltung der Arbeitgeber nicht abfinden wollen. Auch in der kommenden Woche werden sie mit Warnstreiks weiter Druck machen. Die Arbeitgeber müssen sich jetzt am Verhandlungstisch endlich mehr bewegen“, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Freitag in Frankfurt. Am Freitag haben sich bundesweit bis 14 Uhr rund 70.000 Beschäftigte aus 330 Betrieben an kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Frühschlussaktionen beteiligt. Im Laufe des Nachmittags und Abends sind weitere Aktionen geplant, teilte die IG Metall mit.

Kraftvolle Demonstrationen im Bezirk
Im Bezirk Berlin, Brandenburg und Sachsen haben sich seit Beginn der Warnstreiks insgesamt 13.440 Beschäftigte an den bis zu zweieinhalbstündigen Warnstreikaktionen beteiligt. "Industrielle Produktion bedeutet heute, dass die Maschinen rund um die Uhr laufen. Menschen brauchen aber einen anderen Arbeitsrhythmus“, sagte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen.

„Mehr als die Hälfte unserer Kolleginnen und Kollegen arbeiten in unserem Bezirk in Schichtarbeit. Im extremsten Fall in Drei-Schicht-Systemen und in der rollenden Woche mit nur einem freien Wochenende pro Monat. Das führt zu individuellen Wochenarbeitszeiten, die weit über den im Tarifvertrag festgelegten 38 Stunden liegen. Die Beschäftigten gehen flexibel auf die Bedarfe der Unternehmen ein. Aber auch sie brauchen flexible Lösungen, um die Belastungen auszuhalten. Jetzt geht es darum, dass die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten Verantwortung übernehmen und in den Verhandlungen auf uns zukommen.“


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