Zweite Geschäftsführerin stellt ihre Arbeit vor

Gemeinsam bessere Arbeitsbedingungen aushandeln

  • 29.10.2020
  • Michael Netzhammer
  • Aktuelles, Video

Regina Katerndahl ist seit 2014 zweite Geschäftsführerin der IG Metall Berlin. Im Video erzählt sie, wie sie arbeitet, welche Themen bei Betriebsräten und Beschäftigten gerade aufpoppen, warum die Beschäftigtenbefragung so wichtig ist und was das alles mit dem künftigen Weihnachtsgeld zu tun hat.

Regina Katerndahl ist seit 2014 zweite Geschäftsführerin der IG Metall Berlin. Foto: Christian von Polentz / transitfoto.de

„Corona, Homeoffice, mobiles Arbeiten und die damit einhergehenden Arbeitsbedingungen stehen ganz oben auf der Liste unserer Betriebsrätinnen und Betriebsräte in den Betrieben“, sagt Regina Katerndahl, die zweite Geschäftsführerin der IG Metall Berlin. Die Positionen zwischen Arbeitgebern auf der einen Seite und Beschäftigten und IG Metall auf der anderen Seite, liegen aber nicht nur in diesen Feldern weiter auseinander denn je.

„Deshalb sollten sich Beschäftigte in den ausgesuchten Betrieben an der Beschäftigtenbefragung beteiligen, damit wir auch einschätzen können, welche Forderungen und Themen Euch wichtiger sind als andere“, sagt sie.

Im Video erzählt sie, wie sie sich für die Kolleginnen und Kollegen engagiert. „Der Dialog mit den Beschäftigten ist das A und O meiner Arbeit. Denn im Gespräch erfahre ich wichtige Anliegen und kann den Betriebsrat unterstützen, damit er die Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen besser aushandeln kann.“

Regina Katerndahl: "So arbeite ich"

Regina Katerndahl arbeitet zum Beispiel mit Betriebsrätinnen und Betriebsräten von Siemens oder Osram in Spandau zusammen. Als der Siemens-Vorstand Sparpläne 2017 verkündete und sogar das Dynamowerk schließen wollte, organisierte sie mit dem Betriebsrat den Widerstand, informierte die Presse, lancierte Petitionen und arbeitete zusammen mit dem Betriebsräten ein alternatives Wirtschaftskonzept aus. Inzwischen ist die Schließung vom Tisch, das Werk und einige Hundert Arbeitsplätze konnten so gerettet werden.

Arbeitgeber stellen 35-Stundenwoche und Vergütungen in Frage

Heute ist nicht mehr nur ein Werk betroffen. Vielmehr feuern die Arbeitgeber gegen viele Errungenschaften, die sich die Beschäftigten in den letzten Jahrzehnten zusammen mit der IG Metall erkämpft haben. So hat der künftige Arbeitgeberpräsident Stefan Wolf in einem Interview unbezahlte Mehrarbeit, Ende der Spätzuschläge und ein Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld gefordert.

Setzt er sich damit durch, gehen viele Tausend Arbeitsplätze in Deutschland verloren. Die IG Metall fordert dagegen eine solidarische 4-Tage-Woche, um möglichst viele Kolleginnen und Kollegen in Lohn und Brot zu halten. Das ist auch gut für die Unternehmen, denn sie sichern sich das Know-how der Beschäftigten für die Zeit nach der Krise.

Mitglied werden – eine starke Gemeinschaft ist der beste Schutz

Die Zukunft der Arbeit wird jetzt verhandelt – in den Betrieben, in den Tarifrunden. Von Kürzungen und Standortschließungen sind Ingenieurinnen, Angestellte und Beschäftigte in der Produktion betroffen. Ob IG Metall und Beschäftigte ihre Forderungen durchsetzen können, hängt auch davon ab, wie stark die IG Metall ist, wie viele sich in ihr engagieren. Eine starke und engagierte Gemeinschaft ist der beste Schutz, der Eintritt in die IG Metall deshalb ein guter Schritt.

Wer die IG Metall noch nicht kennt oder mit Gewerkschaften fremdelt, wer noch Fragen hat, den lädt Regina Katerndahl ins IG Metall-Haus in der Alten Jakobstraße ein. „Dort könnt Ihr uns bei der Arbeit zusehen und wir beantworten gerne Eure Fragen“, sagt sie.