Investoren-Geflüster um Bain Capital und Carlyle Group

Osram: Investoren müssen Standorte und Arbeitsplätze entwickeln wollen

  • 17.02.2019
  • rk
  • Aktuelles, Betriebsräte/Vertrauensleute, Siemens

Mit einer Ad-hoc-Meldung verunsicherte der Osram-Vorstand seine Beschäftigten. Demnach verhandelt Osram mit zwei US-amerikanischen Investmentgesellschaften über eine Übernahme. Noch ist darüber wenig bekannt. Der Konzern- und Gesamtbetriebsrat machte aber schon einmal deutlich, um was es bei den Gesprächen vor allem auch gehen muss.

Vertrauensleute, Betriebsrätinnen und Betriebsräte empfangen im Juni 2018 eine Delegation der Unternehmerseite am Osram-Tor in Berlin.

Laut einer Ad-hoc-Meldung vom 13.2.2019 verhandelt die Unternehmensleitung von Osram mit den US-amerikanischen Investmentunternehmen Bain Capital und Carlyle Group über eine Übernahme von OSRAM. Damit bestätigt der Vorstand das Geflüster auf und neben dem Börsenparkett: „Die OSRAM Licht AG bestätigt Marktgerüchte, dass Bain Capital und Carlyle Group einen gemeinsamen Erwerb von bis zu 100 Prozent der Aktien der Gesellschaft erwägen. Im Zuge dessen führt die Gesellschaft derzeit vertiefte Gespräche mit den Interessenten.“ Ob die Gespräche zu einem Abschluss kommen oder scheitern – beides sei möglich, verlautetbarte der Vorstand.

Diese Meldung verunsichert natürlich die Kolleginnen und Kollegen an den OSRAM-Standorten. Sie wollen wissen, was diese Verhandlungen möglicherweise für sie und ihre Standorte bedeuten werden. Der Konzern- und Gesamtbetriebsrat verfügt zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch über keine weitergehenden Informationen. Während die Presse vorwiegend mögliche Konsequenzen für den Aktienmarkt diskutiert, legt der Konzern- und Gesamtbetriebsrat in seiner Erklärung einen anderen Schwerpunkt: „Jeden Investor werden wir daran messen, wie er das Unternehmen mit seinen Beschäftigten nachhaltig weiterentwickeln will.“ Und beide formulieren auch klare Forderungen an die Verhandlungen: „Wir erwarten von unserem Vorstand, dass er die Interessen der Beschäftigten bei allen unternehmensstrategischen Belangen mit in den Vordergrund stellt!“

Der Konzern- und Gesamtbetriebsrat kündigte weiterhin an, dass er sich zusammen mit der IG Metall für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung einsetzen und jeder Strategie, die auf kurzfristige Gewinnmaximierung setze, eine klare Absage erteilen werde.

 


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